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Inflationsrate im März 2025 bei 2,0 Prozent

Die Inflationsrate für das Saarland lag im März 2025 um 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Landesamt des Saarlandes mitteilt, liegt die Teuerungsrate damit den dritten Monat in Folge unter dem Vormonatswert und fällt auf den niedrigsten Wert seit März 2021. Im Februar 2025 hatte die Teuerungsrate 2,4 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,2 Prozent, wobei er einen Wert von 120,4 (Basisjahr 2020 = 100) erreichte.

Preise für Energie

Die Preise für Haushaltsenergie gingen im März 2025 binnen Jahresfrist um 1,4 Prozent zurück. Bei Heizöl war ein Rückgang der Preise binnen Jahresfrist um 8,6 Prozent zu verzeichnen. Im März mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher für Strom 4,3 Prozent weniger zahlen. Brennholz, Holzpellets o. Ä. waren 3,5 Prozent günstiger. An saarländischen Tankstellen mussten die Saarländerinnen und Saarländer durchschnittlich 4,3 Prozent weniger zahlen als im März 2024. Im Betrachtungszeitraum gaben die Verbraucherinnen und Verbraucher für Gas und Fernwärme 10,4 bzw. 9,0 Prozent mehr aus als im Vorjahresmonat.

Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie erhöhten sich die Verbraucherpreise im März 2025 im Saarland um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und somit stärker als die Verbraucherpreise insgesamt.

Preise für Nahrungsmittel

Die Nahrungsmittelpreise erhöhten sich im März 2025 binnen Jahresfrist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in nahezu allen Segmenten, und zwar um insgesamt 3,0 Prozent. Damit lag die Teuerungsrate für Nahrungsmittel erneut über der Teuerungsrate des Verbraucherpreisindexes.  Die Preise für Speisefette und -öle erhöhten sich gegenüber März 2024 merklich um 9,7 Prozent, darunter nahmen die Preise für Butter um 22,1 Prozent zu. Obst und Nüsse sowie Gemüse, Knollengewächse und Hülsenfrüchte verteuerten sich jeweils um 2,9 bzw. 4,6 Prozent. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren stiegen im Betrachtungszeitraum um 2,0 Prozent. Für Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 5,2 Prozent mehr bezahlen. Die Preise für Milch, andere Molkereiprodukte und Eier stiegen im Durchschnitt um 4,3 Prozent, darunter wurde Milch 6,5 Prozent teurer. Getreide und Getreideerzeugnisse kosteten 1,2 Prozent mehr als im März 2024.

Preise für Waren

Gebrauchsgüter waren im März 2025 um 1,0 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. So kosteten unter anderem Fahrräder (+ 3,8 %), Bekleidungsartikel und Schuhe (+0,9 %), sowie Möbel, Einrichtungsgegenstände und Teppiche (+ 2,2 %) mehr als im März 2024. Zum Ende der Wintersportsaison lagen beispielsweise die Preise für Ski, Snowboard oder anderer Wintersportartikel 12,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Preise für Dienstleistungen

Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs stiegen die Preise Personenbeförderung im Schienenverkehr im März 2025 durchschnittlich um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dagegen gingen die Preise für Personenbeförderung im Straßenverkehr um 2,8 Prozent zurück.

Sowohl für Gaststättendienstleistungen (+ 4,9 %) als auch für Beherbergungsdienstleistungen (+ 1,9 %) zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher höhere Preise als im Vorjahresmonat.

Die Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) lagen im März 2025 um 2,4 Prozent über dem Niveau von März 2024.

 

Hinweis:

Die Medieninfo enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).

Erläuterung:

Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1 000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.

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