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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Mit der Zukunft der Mobilität im Saarland beginnen

Pressemitteilung vom 11.11.2016 - 12:00 Uhr

Wie verändert die Digitalisierung unsere Mobilität? Das Stichwort ist Smart Mobility. Mit modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien werden damit Fahrzeuge in die Lage versetzt, sowohl untereinander als auch mit ihrer Umgebung Daten auszutauschen. Für Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger bietet die Vernetzung der Mobilität eine Chance, das Profil der Saar-Wirtschaft weiter zu schärfen. „Schon heute können wir mit unseren IT-Kompetenzen Antworten auf die Frage geben, wie eine intelligente Verkehrsinfrastruktur die Menschen beispielsweise in den Innenstädten vom Straßenverkehr entlastet“, betonte die Ministerin auf einem Pressetermin im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Ziel müsse es jetzt sein, die Vorteile der digitalisierten Mobilität zu nutzen und neue Geschäftsmodelle für die saarländische Wirtschaft zu erschließend.

Unter dem Titel „Connected Cars“ hat Wirtschaftsministerin Rehlinger eine Gruppe mit Experten aus der Software- und der Telekommunikationsbranche sowie saarländischen Forschungseinrichtungen eingerichtet. Erstes Ergebnis ist eine von der Scheer Group entwickelte Studie. Unter dem Titel „Smart Mobility für das Saarland“ zeigt sie Perspektiven für die weitere Digitalisierung der saarländischen Mobilität auf. Der Unternehmensgründer Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer stellte die Ergebnisse auf dem Pressetermin vor: „Die Studie belegt eindeutig, dass sich Smart Mobility zu einem wichtigen Standortfaktor für das Saarland entwickeln wird. Es gilt, die Mobilität der Zukunft aktiv zu gestalten und die Kompetenzen in den Bereichen Software-, Telekommunikation- und Fahrzeug-, und Verkehrstechnik zu vernetzen. Auch die saarländischen Bürgerinnen und Bürger werden von neuen Mobilitätskonzepten wie Smart Parking, Shared Mobility, Mobilitätsstationen, Car Sharing oder vernetztem Fahren profitieren, wenn die digitale Vernetzung aller Verkehrssysteme auf Gemeinde-, Stadt- und Landesebene als Modellregion für Smarte Mobilität vorangetrieben wird.“

Prof. Dr. Antonio Krüger vom DFKI präsentierte ein aktuelles Anwendungsbeispiel für vernetzte Mobilität. In einem Partner-Konsortium, an dem auch T-Systems und die htw saar beteiligt sind, hat das DFKI eine Software-Lösung entwickelt, mit der die Parkplatzsuche zum Kinderspiel wird. Prof. Dr. Antonio Krüger: „Smart Parking wird das Verkehrsaufkommen reduzieren und die Parkplatzsuche vereinfachen. Per Bürger-App lässt sich die Parksituation im Voraus einschätzen und bequem ein von Behörden oder privat angebotener Stellplatz reservieren. Das Öffnen von Schranken ist aus dem Auto heraus möglich und die Bezahlung kann komfortabel über die App erfolgen.“

Zum Pressetermin war auch Anette Bronder angereist. Die Geschäftsführerin Digital Division bei der T-Systems stellte die Strategie der T-Systems für die Erschließung neuer Geschäftsfelder, wie zum Beispiel „Connected Mobility“, vor. Bronder sagte: „Schon jetzt ist jeder vierte Neuwagen internetfähig und weltweit fahren rund 2,5 Millionen von der Telekom vernetzte Fahrzeuge. Aber Digitalisierung hört nicht in der Karosserie auf. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit starken Partnern, wie dem DFKI, intelligente Services für die Mobilität von morgen. Die Basis für Smart Parking oder auch Smart-City-Konzepte sind leistungsfähige Netze, insbesondere Mobilfunk und neue Technologien wie Narrow-Band-IoT, sichere Cloud-Lösungen und Integrationsexpertise. Genau das ist unsere Stärke.“

Die Deutsche Telekom ist der erste Telekommunikationskonzern weltweit, der jetzt schon den Startschuss für die neue Mobilfunktechnologie Narrow-Band-IoT gegeben hat. Die Schmalband-Technik für das Internet der Dinge ermöglicht großflächige Abdeckung und zugleich Empfang bis tief in Gebäude hinein, bei geringem Stromverbrauch. Das macht sie flexibel einsetzbar – von der Landwirtschaft und Logistik über die Automobilindustrie, die öffentlichen Verwaltung, bis hin zu Endverbrauchern.