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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Verkehrsministerin Rehlinger stellt Konzept für die Lkw-Freigabe der Fechinger Talbrücke vor

Pressemitteilung vom 05.07.2016 - 14:30 Uhr

Ein weiteres Etappenziel für die Freigabe der Fechinger Talbrücke für den LKW-Verkehr ist erreicht. Verkehrsministerin Anke Rehlinger stellte das dafür notwendige Verstärkungskonzept am 5. Juli 2016 vor der Landespressekonferenz vor. „Wir kommen damit dem Ziel ein großes Stück näher, vor Ende des Jahres die Brücke auch für den Lkw-Verkehr wieder zu öffnen“, sagte die Ministerin. Die Verkehrsfreigabe für Pkw bis 3,5 Tonnen in beide Fahrtrichtungen konnte bereits im Mai erreicht werden.

Das jetzt präsentierte Verstärkungskonzept sieht die zusätzliche Innenverstärkung von insgesamt sieben Stützen der Fechinger Talbrücke vor. Dazu werden in den entsprechenden Pfeilern insgesamt 22 Stahlelemente (sogenannte Stahlquerschotte) verbaut. Sie werden im Inneren an den besonders beanspruchten Stellen der Pfeiler angebracht. „Die Gutachter haben uns bestätigt, dass dadurch das erforderliche Sicherheitsniveau für die Lkw-Freigabe erreicht werden wird“, so Verkehrsministerin Rehlinger.

Auch eine Verstärkung der sieben Stützpfeiler von außen war zuvor geprüft worden. „In Abstimmung mit den beiden Gutachtern und der ausführenden Baufirma haben wir uns für Innenverstärkung mit den Stahlquerschotten entschieden“, so Rehlinger. Diese Variante bietet gegenüber der Außenverstärkung einige Vorteile bei der Bauausführung. Es kann witterungsunabhängig gearbeitet werden. Auch ist für die Montage kein Außengerüst erforderlich. Beide Varianten sind „aus statisch-konstruktiver Sicht“ ohne Bedenken umsetzbar, führte Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Kurz (Borapa Ingenieurgesellschaft, Kaiserslautern) in seinem Prüfbericht an. Er hatte die Ergebnisse des Statik-Gutachtens von Verheyen Ingenieure mit eigenen Berechnungen verifiziert.

Wie viel Zeit sich durch die gewählte Verstärkungsvariante für die Lkw-Freigabe gewinnen lässt, ist aber erst mit dem Beginn der Arbeiten zu beurteilen. Sie werden Ende Juli beginnen. Dann werden die für die Innenverstärkung benötigten Teile von der ausführenden Baufirma geliefert. Parallel dazu gelte es derzeit, die Grundlagen für den Neubau der Talbrücke Fechingen voranzutreiben. Der saarländische Ministerrat hatte dazu eigens die Einrichtung einer Kontaktgruppe beschlossen. Sie setzt sich aus Vertretern des Bundesverkehrsministeriums und der saarländischen Landesregierung zusammen. Als Schnittstelle zwischen Bund und Land soll sie die Planung für den Neubau der Talbrücke Fechingen beschleunigen und vermeidbare Verzögerungen ausschließen. „Die Kontaktgruppe wird sich dazu erstmals am 7. Juli in Berlin treffen“, gab Rehlinger abschließend bekannt. Bereits heute und morgen sind Mitarbeiter aus dem Brückenbaureferat des Bundesverkehrsministeriums zu einem intensiven Arbeitstermin im Saarland.