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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Fechingen: Nachtfahrverbot für Lkw soll Heringsmühle von Umleitungsverkehr entlasten

Pressemitteilung vom 14.06.2016 - 15:00 Uhr
Auf der Umleitungsstrecke an der Fechinger Talbrücke soll ein Nachtfahrverbot für Lkw eingeführt werden. Dies kündigten Verkehrsministerin Anke Rehlinger und Innenminister Klaus Bouillon am Dienstag, 14. Juni, nach der Sitzung des Ministerrats an. Hintergrund sind erhebliche Belastungen von Anwohnern im Bereich Fechingen-Heringsmühle.

Diese sind vorhanden, obwohl es inzwischen gelungen ist, einen großen Teil des Schwerverkehrs auf die weiträumige Umfahrung über die A8 und die A623 zu verlagern. Um die besonders betroffene Ortslage zu entlasten, wurden zuvor mehrere Varianten diskutiert. Diese gehen auf Einschätzungen und Empfehlungen der Fachgruppe „Verkehr“ in der Taskforce Brücken zurück.

„Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile wurde das Nachtfahrverbot als angemessene und erfolgversprechende Lösung angesehen“, sagte Ministerin Rehlinger. Das Verbot solle auf der L108 für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 t zulässiger Gesamtmasse in beiden Fahrtrichtungen gelten, und zwar im Zeitraum zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Für Anlieger ist die Zufahrt frei. Der Lkw-Verkehr wird dabei sowohl an der Anschlussstelle St. Ingbert-West als auch an der Anschlussstelle Fechingen wieder auf die A6 zurückgeführt.

Der Landesbetrieb für Straßenbau ist für das Beschilderungskonzept verantwortlich. Nach Abstimmung mit der Landeshauptstadt sowie den Kreisverkehrsbehörden soll die neue Regelung in spätestens zwei Wochen umgesetzt sein.

Innenminister Bouillon: „Wir waren uns im Ministerrat einig darin, dass der Erfolg dieser Variante von einer konsequenten Kontrolle abhängig ist.“ Wo Kontrollen möglich sind, werde auf Fachebene geklärt. Die engen räumlichen Verhältnisse dürften nicht dazu führen, dass auf der Strecke neue Risiken entstehen.

Als eine weitere Möglichkeit sieht die Fachgruppe die so genannten „abgesetzten Kontrollen.“ Dabei handelt es sich um Kontrollen, bei denen die Fahrzeuge nicht direkt auf der überwachten Strecke, sondern an anderen, geeigneten Orten überprüft werden. Geeignet seien beispielsweise der Rastplatz Kahlenberg bei St. Ingbert und/oder die Rastanlage „Goldene Bremm“.

In einem gemeinsamen Schreiben an die französischen Behörden wollen Ministerin Rehlinger und Minister Bouillon außerdem darum bitten, auch auf der französischen Seite die vorhandene Beschilderung weiter zu verbessern. Es gehe auch darum, dort analog zu den wirkungsvollen Maßnahmen am Neunkircher Kreuz Lkw-Fahrer frühzeitig in verschiedenen Sprachen über CB-Funk über die Sperrung und Umleitung zu informieren.