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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Ablenkung im Straßenverkehr: Präventionsmaßnahme im Verkehrsministerium

Pressemitteilung vom 30.05.2016 - 14:45 Uhr

Neuere Studien zeigen, dass die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen das derzeit meist unterschätzte Problem im Straßenverkehr darstellt. Die Wissenschaft unterscheidet die visuelle, die mentale und die motorische Form von Ablenkung. Neben Essen, Trinken, Rauchen oder Einstellen des Navigationsgerätes stellt die Bedienung von Handys im Straßenverkehr die gefährlichste Form der Ablenkung dar, denn hier fallen alle drei Ablenkungsarten zusammen: während man beim Drücken von Tasten visuell abgelenkt ist, zählen das Führen von Gesprächen und das Halten des Handys zu mentaler und motorischer Ablenkung.

Verkehrsministerin Anke Rehlinger will nun auf saarländischen Straßen besonders für das Thema sensibilisieren. Im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr steht deshalb zurzeit ein überdimensional großes Handy, das per Animation eine Situation nachstellt, in der das Schreiben von Textnachrichten auf dem Handy zum Crash führt.

„Untersuchungen belegen, dass nahezu jeder zehnte Verkehrsunfall inzwischen durch abgelenkte Autofahrerinnen und Autofahrer verursacht wird“, so Verkehrsministerin Rehlinger. „Wenn wir mit unserem Smartphone beschäftigt sind, gefährden wir nicht nur uns selbst, sondern auch andere Menschen im Straßenverkehr. Das Thema geht uns also alle an. Im Ministerium bleiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Riesenhandy stehen und lassen die Animation auf sich wirken. Wenn sie das Handy dann auf dem Nachhauseweg auf dem Beifahrersitz liegen lassen, ist das nicht nur ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit auf unseren Straßen, sondern auch zum Mitarbeiterschutz in unserem Haus.“

Das überdimensional große Smartphone soll noch bis Jahresende im Ministerium stehen. Danach will die Verkehrsministerin das Handy auch in die größeren Betriebe im Saarland bringen und in die anderen Ressorts der Landesregierung ausleihen. Bereitgestellt wurde das Smartphone im Rahmen einer bundesweiten Kampagne des Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) zum Thema Ablenkung im Straßenverkehr.