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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Qualität ist Trumpf: Was das Saarland aus seinem Projekt „Tourismuslotse Saarland“ gelernt hat

Pressemitteilung vom 12.03.2015 - 16:00 Uhr
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger betonte die immer größer werdende Rolle des Tourismus im Saarland. Er werde im Saarland immer stärker zur Marke. Foto: © MWAEV
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger betonte die immer größer werdende Rolle des Tourismus im Saarland. Er werde im Saarland immer stärker zur Marke. Foto: © MWAEV

Das vom Wirtschaftsministerium angestoßene Konzept „Tourismuslotse Saarland“ hat sich voll bewährt. Es habe eine ganze Reihe von neuen Ansätzen zur Qualitätsverbesserung der touristischen Dienstleistung geliefert, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger am Donnerstag, 12. März, beim Auftakt zur Fortsetzung und Weiterentwicklung des Projektes im Jahr 2015.

Es geht um die lösungs- und zukunftsorientierte Vermittlung von Expertenwissen. Rehlinger: „Unser Lotsenprojekt hat rund 100 Betrieben dabei geholfen, Schwächen in den eigenen Abläufen zu erkennen und zu korrigieren. Es hat aber auch klar gezeigt, dass wir generell mit gezielten Beratungs- und Unterstützungsangeboten unsere Unterkunfts- und Gastronomiebetriebe noch fitter machen können für den touristischen Markt.“ Das habe eine Befragung unter den teilnehmenden Betrieben ergeben.

Viele Hoteliers und Gastronomen, die am Projekt teilgenommen haben, peilen inzwischen durch eigene Maßnahmen eine Qualitätsverbesserung an oder haben sie schon erreicht: „Die Palette reicht von der Neugestaltung des Angebots über den Internetauftritt bis zum Zielgruppenmarketing“, so die Ministerin. Es sei durch die Lotsen auch das Bewusstsein für die Themen Unternehmensnachfolge und Energieeffizienz geschärft worden. Auch Hotelklassifizierung, hohe Servicequalität und Vernetzung waren zentrale Stichworte.

In Abstimmung mit den Projektpartnern Dehoga Saarland, IHK Saarland und Tourismus Zentrale Saarland (TZS) haben 2013 die Tourismuslotsen der Dehoga-Beratung Baden-Württemberg 100 saarländische Betriebe besucht und eine praxisnahe Beratung zum operativen Tagesgeschäft sowie bei der Entwicklung individueller Lösungen angeboten. Rehlinger: „Unser Konzept wurde in der Tourismusszene überregional wahrgenommen und auch von anderen Bundesländern als Best-Practice-Beispiel eingeschätzt.“ Rund zwei Drittel der teilnehmenden Betriebe hätten dem Lotseneinsatz die Note „sehr gut“ oder „gut“ gegeben.

Jetzt wird das Lotsenprojekt netzwerkorientiert neu aufgesetzt. Auf einer Internetplattform mit interaktivem Anwendungsmodul werden zukünftig Informationen über aktuelle Veranstaltungen und Workshops, über Zertifizierungen und Klassifizierungen sowie über Kooperationsmöglichkeiten und Ansprechpartner gebündelt. Hier können Betriebe mit Checklisten zu branchenspezifischen Themen wie „Kundenbindung“, „Beschwerdemanagement“ oder „Regionalität“ arbeiten und die Qualität ihrer Dienstleistung selbst einschätzen. Ein Qualitätsleitfaden unterstützt dabei, die eigene Leistung weiterzuentwickeln.

„Um den Positivtrend im Saarland auch künftig fortzusetzen, ist es unumgänglich, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken. Das Lotsenprojekt bietet eine Reflektion zum eigenen Unternehmen und gibt Anregungen für Entwicklungsmöglichkeiten“, so Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der TZS.

Qualität ist Trumpf

Die Projektpartner bieten 2015 Seminare, Workshops und Veranstaltungen an, die Themen aus dem Tourismuslotsenprojekt aufgreifen und dort ansetzen, wo laut der Auswertung der größte Bedarf besteht. Für viele Betriebe steht dabei das Marketing im Vordergrund.

Der Hotel- und Gaststättenverband revitalisiert in Kooperation mit der Dehoga-Akademie den „UnternehmerBrief Saarland“, ein Fachkonzept zur Unternehmensführung im Gastgewerbe. Erkenntnisse aus wirtschaftswissenschaftlicher Forschung und die Erfahrung von erfolgreichen Gastronomen und Hoteliers fließen in das „3 x 5-Seminarkonzept“ des UnternehmerBriefes ein: Fünf Tage Management, fünf Tage Marketing und fünf Tage Finanzen.

Ein weiteres „Werkzeug zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität“ ist aus Sicht der Wirtschaftsministerin das Qualitätsmanagementsystem der Initiative „ServiceQualität Deutschland“. Die Landeskoordinierungsstelle ist bei der TZS angesiedelt.

Die IHK veranstaltet zwei Branchenforen speziell für touristische Leistungsträger: „Auslandsmärkte als Chance für den saarländischen Tourismus am Beispiel des niederländischen Quellmarktes“ und „Digitalisierung im Gastgewerbe“.

Die TZS plant 2015 Workshops, unter anderem zu „Produktgestaltung und Marketing für kleine Hotels“ sowie „Ernährungstrends“. Rehlinger: „Das Lotsenprojekt hat ergeben, dass hier Handlungsbedarf besteht und das Interesse der Betriebe erfreulicherweise bereits sehr ausgeprägt ist.“