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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Grenzenloses Fahrvergnügen – Das Saarland hat für Fahrradfahrer einiges zu bieten

Pressemitteilung vom 12.09.2014 - 10:45 Uhr
Für Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sind die neuen zweisprachigen Bodenmarkierungen "Bienvenue" und "Willkommen" Geste einer funktionierenden Nachbarschaft. Foto: © b&b
Für Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sind die neuen zweisprachigen Bodenmarkierungen "Bienvenue" und "Willkommen" Geste einer funktionierenden Nachbarschaft. Foto: © b&b

Die Landesregierung hat das touristische Radewegenetz in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut, so dass Radfahrer künftig auf circa 750 Radwege-Kilometern das Land entdecken können. Mehr als 15 Millionen Euro Fördermittel wurden bisher in die neun Hauptrouten des Projektes „SaarRadland“ investiert.
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Radfahren hat sich zu einer wichtigen Säule der saarländischen Tourismuswirtschaft entwickelt. Eine besondere Rolle spielt dabei auch die Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg.“ Auf verschiedenen Radwegen bestehe durch die Grenznähe die Möglichkeit des (fast) unbemerkten Wechsels von einem europäischen Land in das nächste, was diesen Touren einen ganz besonderen Reiz verleihe: „Damit verfügt das Saarland über ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Regionen in Deutschland.“
Eine zweisprachige Bodenmarkierung auf dem Radweg zwischen Güdingen und Sarreguemines hat Ministerin Rehlinger deshalb als „Geste einer funktionierenden Nachbarschaft“ auf den Weg gebracht. „Willkommen“ liest man von französischer Seite kommend, „Bienvenue“ aus der deutschen Perspektive. Zusammen mit Roland Roth, dem Präsidenten der Communauté d’Agglomération Sarreguemines Confluences, übergab die Ministerin die neue Markierung offiziell ihrer Bestimmung.
In Kooperation mit der Communauté d’Agglomération konnte eine Schleife des Saarland-Radweges durch Frankreich geführt werden. Dadurch sind die französischen Kommunen Grosbliederstroff, Sarreguemines, Bliesguersviller, Frauenberg und Blies-Ebersing an das SaarRadland angebunden.
„Dank eines starken politischen Willens und einer engen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist unser Radwegenetz heute eines der dichtesten in Lothringen und Teil der großen touristischen und internationalen Radwege“, erklärte Roland Roth, Präsident der Communauté d’Agglomération Sarreguemines Confluences im Rahmen der Veranstaltung.
Weitere attraktive touristische grenzüberschreitende Radwege nach Frankreich konnten über das Interreg-Projekt „Velo visavis“ realisiert werden, das unter der Projektträgerschaft des Regionalverbandes steht. Hierbei konnte zum Teil auf Strecken des SaarRadlandes aufgesetzt werden. Durch die Kooperationen mit Frankreich sei eine Win-Win-Situation entstanden, hieß es bei dem Übergabetermin.
Das saarländische Angebot sei dadurch attraktiver geworden, und die französischen Kommunen profitierten durch Radtouristen. Auch verschiedene Rad-Angebote der Tourismus Zentrale Saarland seien grenzüberschreitend angelegt, so Ministerin Rehlinger.
Mit dem landesweiten Radwegenetz besteht mittlerweile eine Infrastruktur, die sowohl von Touristen als auch von der einheimischen Bevölkerung sehr gut angenommen wird. Eine Untersuchung des Sparkassen-Tourismusbarometers zeigt, dass sich die Investitionen gelohnt haben. Über 22 Millionen Euro Umsatz pro Jahr sind der Lohn für dieses Engagement. Weiterhin bescheinigt die Studie, dass es durch das systematische Vorgehen bei der Angebotsentwicklung und im Marketing innerhalb weniger Jahre gelungen ist, eine sehr gute radtouristische Wegeinfrastruktur  bestehend aus Radwanderrouten mit einer bundesweit anerkannt hervorragenden Beschilderung aufzubauen. Aus einer Untersuchung der HTW in Zusammenarbeit mit dem ADFC geht weiterhin hervor, dass Rad-Ausflügler, die die saarländischen Radwege ohne Kombination mit einer Übernachtung nutzen, im Durchschnitt 5,41 Euro und Radtouristen mit Übernachtung 74,72 Euro ausgeben.
„Die Förderung des Radverkehrs ist ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Durch den systematischen Ausbau der Radwege versprechen wir uns auch eine Stärkung des Rades als klimafreundliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel im Alltag“, so Rehlinger