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Forschung und Technologie
 

Bund fördert Forschungskooperation zur Cybersicherheit von CISPA und US-Elite-Universität Stanford

Neue Impulse für Ausbildung, Wirtschaft und Gesellschaft – Saarland im Fokus

Das Forschungszentrum für IT-Sicherheit CISPA (Center for IT-Security, Privacy and Accountability) in Saarbrücken hat mit der US-amerikanischen Elite-Universität Stanford eine Forschungs- und Ausbildungskooperation für Cybersicherheit begonnen. Sie soll hervorragende Nachwuchskräfte auf dem Gebiet der IT-Sicherheit ausbilden, die zukünftig in Forschung und Industrie Führungsverantwortung übernehmen können.

Am CISPA an der Universität des Saarlandes werden Themen rund um die IT-Sicherheit erforscht. Foto: Oliver Dietze
Am CISPA an der Universität des Saarlandes werden Themen rund um die IT-Sicherheit erforscht. Foto: Oliver Dietze

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das bereits das CISPA unterstützt, wird diese Kooperation umfassend fördern. Vorbild für die Einrichtung ist das Max Planck Center for Visual Computing and Communication, das 2003 vom Max- Planck-Institut für Informatik und der Stanford University gegründet wurde und ebenfalls vom BMBF gefördert wird.

„Die voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung unseres Alltags bringt enorme Herausforderungen in der IT-Sicherheit mit sich. Leider fehlen auf dem Weltmarkt und insbesondere in Deutschland exzellent ausgebildete Wissenschaftler auf diesem Gebiet, die Forschung und Industrie vorantreiben können“, sagt Michael Backes, Direktor des CISPA und Professor für Informationssicherheit und Kryptographie an der Saar-Uni, der gemeinsam mit Prof. John Mitchell, aktuell Vizepräsident der Stanford University, das neue Zentrum leiten wird.

Genau dort setzt das Forschungsprogramm an: Es richtet sich an promovierte Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen, die zunächst in einer Vorbereitungsphase ein bis zwei Jahre am CISPA forschen und im Anschluss zwei Jahre als Gastprofessor für Cybersicherheit an der Universität Stanford arbeiten. Dort werden sie an einem der weltweit führenden Standorte in einem exzellenten Forschungsumfeld das amerikanische Hochschul- und Wissenschaftssystem kennenlernen und Doktoranden betreuen. Auf diese Weise können sie ihr Profil nachhaltig schärfen. Schließlich kehren sie als Forschungsgruppenleiter ans CISPA zurück nach Deutschland, geben dort ihre bisher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten an den wissenschaftlichen Nachwuchs der nächsten Generation weiter und sammeln Erfahrungen im Aufbauen und Leiten einer eigenen Forschungsgruppe. Dieses mehrjährige Programm verleiht ihnen ideale Voraussetzungen, um sich erfolgreich auf eine Professur an einer deutschen Universität oder eine leitende Stelle in der Wirtschaft zu bewerben.

Das Programm bietet den Wissenschaftlern einerseits Planungssicherheit durch eine durchschnittliche Laufzeit von circa 6 Jahren mit fester Struktur, andererseits können sie von der Kooperation zwischen beiden Instituten und damit von den Stärken dieser beiden hochkarätigen Forschungseinrichtungen profitieren. Durch das neu gegründete Zentrum intensiviert sich die gemeinsame Forschungsarbeit im Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz durch kollaborative Forschungsprojekte und Papiere. Mit dem CSC werden die Teilnehmer in ein internationales wissenschaftliches Exzellenz-Netzwerk integriert. Es schafft somit eine ideale Qualifikationsmöglichkeit, die dem erhöhten Bedarf an IT-Sicherheitsexperten in Forschung und Industrie sowohl in den USA als auch in Deutschland nachkommt.

Ende Oktober 2016 wurde das gemeinsame „Memorandum of Understanding“ feierlich von CISPA-Direktor Michael Backes und Prof. Persis S. Drell, Dekanin der Stanford University, unterzeichnet und somit der Grundstein für das Programm gelegt, das nach der Auswahl der ersten Teilnehmer im Juni 2017 beginnen wird.

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