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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Saarland vertritt Wirtschaftsministerkonferenz in der bundesweiten Ausbildungsallianz

Pressemitteilung vom 11.12.2014 - 09:45 Uhr
Durch die assistierte Ausbildung soll erreicht werden, dass auch Jugendliche mit Unterstützungsbedarf gute Perspektiven für ihr Berufsleben haben. Foto: © Kzenon - Fotolia.
Durch die assistierte Ausbildung soll erreicht werden, dass auch Jugendliche mit Unterstützungsbedarf gute Perspektiven für ihr Berufsleben haben. Foto: © Kzenon - Fotolia.

Ministerin Anke Rehlinger vertritt die Wirtschaftsministerkonferenz in der zukünftigen "Allianz für Aus- und Weiterbildung". Diese bundesweite Initiative, an der auch Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften mitwirken, hat vor allem das Ziel, die duale Berufsausbildung zu stärken.

Bei ihrer am Donnerstag endenden Konferenz in Stralsund haben die Länder-Wirtschaftsminister einstimmig einen Beschlussvorschlag des Saarlandes sowie von Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg angenommen, mit dem diese Initiative der Bundesregierung ausdrücklich begrüßt wird. Einem vom Bund vorgelegten Papier zur Ausgestaltung der Allianz für Aus- und Weiterbildung wurde zugestimmt. Die Einbindung der Länder sei wichtig. Neben den Wirtschaftsministern entsenden auch die Kultus- sowie die Arbeits- und Sozialminister politische Vertreter in die Allianz.

Eine zentrale Bedeutung wurde in den vorbereitenden Gesprächen der so genannten assistierten Ausbildung zugemessen. Für sie hatte sich auch die saarländische Wirtschaftsministerin Rehlinger stark gemacht. Bei der assistierten Ausbildung wird durch Vorbereitungs- und Flankierungsangebote erreicht, das auch Jugendliche mit Unterstützungsbedarf gute Perspektiven für ihr Berufsleben haben. Die Wirtschaftsministerkonferenz appellierte an die Bundesregierung und die Bundesagentur für Arbeit, das Fachkonzept für die assistierte Ausbildung sowohl mit der Wirtschaft und den Gewerkschaften als auch mit den Ländern abzustimmen. Das schaffe mehr Effizienz, und so könne erreicht werden, dass die auf Länderebene bereits vorhandenen Strategien zur Verbesserung der Ausbildungsqualität und zur Erleichterung des Übergangs von der Schule in den Beruf integriert werden können. Die Regionaldirektionen der Bundesagentur für Arbeit sollen die Möglichkeit haben, Ansätze der assistierten Ausbildung auch im Rahmen der jeweiligen Landesstrategie umzusetzen.

Das Saarland hat mit seinem Programm „Ausbildung jetzt“ auf diesem Gebiet gute Erfahrungen gemacht. Bisher profitierten mehr als 1.200 Auszubildende von der zusätzlichen Förderung. Das Land investierte dafür rund 2 Millionen Euro jährlich. „Die sechs regionalen Bildungsträger, die unser Anliegen unterstützen, haben gute Arbeit geleistet“, resümiert Ministerin Rehlinger. Die duale Ausbildung sei ein wichtiger Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs: „In Anbetracht der zurückgehenden Schulabgängerzahlen wollen wir alle Potenziale nutzen. Wir brauchen jede und jeden, niemand darf verloren gehen.“ Weniger Ausbildungsabbrüche, bessere Leistungen in Schule und Ausbildungsbetrieb, weniger Fehlzeiten in der Berufsschule sowie eine hohe Erfolgsrate beim Ausbildungsabschluss - dies seien positive Effekte, die im Saarland vor allem durch Stützunterricht und sozialpädagogische Begleitung erzielt würden.

Das Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar schätzt, dass es im Saarland mehr als 5.000 Jugendliche gibt, denen wegen unterschiedlicher Problemlagen eine individuelle Betreuung den Übergang ins Arbeitsleben erleichtern kann. Das Landesprogramm „Ausbildung jetzt“ solle daher auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden, kündigte die Ministerin an. In der gerade anlaufenden Förderperiode des Europäischen Sozialfonds bis 2020 gibt es dafür einen Ansatz in Millionenhöhe, der aus Haushaltsmitteln des Landes in gleicher Höhe ergänzt wird.