Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Arbeitsmarkt - Gute Arbeit im Saarland
 

Aktionsplan zur Integration Geflüchteter in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hat einen Aktionsplan entwickelt, um die Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden in den saarländischen Arbeitsmarkt gezielt zu fördern. Foto: © Daniel Ernst, fotolia
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hat einen Aktionsplan entwickelt, um die Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden in den saarländischen Arbeitsmarkt gezielt zu fördern. Foto: © Daniel Ernst, fotolia

Saarländische Willkommens-, Anerkennungs- und Bleibekultur zielt auf eine weltoffene, wertschätzende und vielfältige Gesellschaft. Gerade in Verbindung mit der Integration geflüchteter Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gehört es dazu, dass Zuwanderung nicht als Problem, sondern als Chance begriffen wird. Entwicklung und Umsetzung einer sozial gerechten Willkommens-, Anerkennungs- und Bleibekultur, die Vorteile bietet sowohl für die Geflüchteten als auch für Land und Kommunen sowie für Arbeitgeber, sind dabei gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Anerkannte Asylberechtigte, von denen die weit überwiegende Anzahl zunächst leistungsberechtigt im Rechtskreis SGB II ist und damit Empfänger staatlicher Transferleistungen, sollen nicht nur schnell in die Gesellschaft integriert werden, ihnen soll auch eine gute Perspektive für eine gelingende berufliche Aus- oder Weiterbildung sowie eine nachhaltige Beschäftigung auf dem saarländischen Arbeitsmarkt geboten werden. Die Nutzung des vorhandenen Fachkräftepotenzials Geflüchteter hängt bundes- wie auch landesweit entscheidend von Investitionen in Ausbildung, berufliche Qualifizierung sowie Beschäftigung ab.

Vor diesem Hintergrund hat das Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar bereits im Mai 2015 das „Aktionsprogramm Zuwanderung“ gestartet, in dem die Landesregierung mit den wesentlichen Arbeitsmarktakteuren Maßnahmen zur schnelleren Integration von Geflüchteten, Asylsuchenden und Menschen mit Migrationshintergrund in Beschäftigung festgelegt hat. Um diese zu fördern, wurde mittlerweile nicht nur das „Aktionsprogramm Zuwanderung“ an die gestiegene Zahl Zugewanderter angepasst, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV) hat darüber hinaus auch einen „Sieben-Punkte-Plan“ vorgelegt. Der „Sieben-Punkte-Plan“ ist im Oktober 2015 zu einem Zeitpunkt in Kraft getreten, zu dem erst die Hälfte der Asylanträge des gesamten Jahres gestellt waren – und zu dem die Entwicklung im jetzt bekannten Ausmaß noch nicht absehbar war. Mittlerweile hat sich in der Praxis nicht nur die große Bedeutung bestätigt, die dem frühzeitigen Erwerb der Sprachkompetenz sowie der Betreuung und Begleitung bei der Integration Geflüchteter in die Arbeitswelt beigemessen werden. Bestätigt hat sich auch die Erkenntnis, dass für eine gelingende Integration Asylsuchender und Asylberechtigter weitere Maßnahmen und Instrumente erforderlich sind, die über das „Aktionsprogramm Zuwanderung“ sowie den „Sieben- Punkte-Plan“ hinausgehen.

Mit der Fortschreibung des „Sieben- Punkte-Plans“ zum „Aktionsplan zur Integration Geflüchteter in den saarländischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“ wurden die vorhandenen Maßnahmen und Instrumente noch einmal aktualisiert und angepasst. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die gestiegene Anzahl Geflüchteter mit guter Bleibeperspektive in den saarländischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren. In alle Aktivitäten werden die vorhandenen Potenziale und Kompetenzen wie Mehrsprachigkeit, schulische Bildung, berufliche Qualifikation und Vorerfahrungen einbezogen.

Merkblatt für Kommunen

Um die Integration in Beschäftigung möglichst reibungslos für die Asylsuchenden zu organisieren, hat das Wirtschaftsministerium zusammen mit dem Innenministerium ein Merkblatt für Kommunen und Gebietskörperschaften aufgelegt, das über die Rahmenbedingungen für Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge informiert.

  • Zum Download (PDF, 0,22  MB)

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
Koordinierungsstelle Flüchtlingsfragen
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66111 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501 - 4182