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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Tourismusmarketing in der Großregion: Vom klassischen Marketing hin zur digitalen touristischen Agenda

Pressemitteilung vom 09.12.2016 - 15:00 Uhr

Die gemeinsame Tourismusarbeit in der Großregion geht weiter: Bis 2020 werden durch das europäische Gemeinschaftsprojekt Interreg V-A dem Saarland 3,18 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Damit soll das bereits bestehende touristische Angebot in der Großregion an die zunehmende Digitalisierung angepasst und weiterentwickelt werden. Der Schwerpunkt wird dabei auf der Entwicklung und Produktion von digitalen Inhalten liegen: Reiseblogs, Fotos, Videos, Infografiken, Apps und vieles mehr. Die Federführung der digitalen Tourismusagenda liegt bei der Tourismus Zentrale Saarland (TZS).

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Die Großregion verfügt bereits über eine große Anzahl an touristischen Ausflugszielen. Mit mehr Online-Informationen wollen wir den regionalen und überregionalen Tourismus weiter ankurbeln. Die Großregion macht sich im digitalen Zeitalter fit für die Zukunft. Das Saarland spielt als federführender Partner dabei eine wesentliche Rolle.“ Ziel sei eine stärkere Vernetzung der touristischen Partner mittels innovativer Informations- und Kommunikationstechnologie, um nachhaltig und nachfrageorientiert agieren zu können, so die Ministerin.

Damit fügt sich die digitale touristische Agenda in die Tourismuskonzeption 2025 ein.  Durch „Klasse statt Masse“ sollen die Übernachtungen bis zum Jahr 2025 von jetzt 2,98 auf 3,3 Millionen leicht gesteigert werden, die Einkommen aus dem Tourismus von heute 627 auf 700 Millionen Euro wachsen.

Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland: „Tourismusmarketing bedeutet heute in erster Linie digitale innovative Kommunikation. Die Großregion erhält mit der digitalen touristischen Agenda eine emotionale, grenzüberschreitende Präsenz im Web.“

Konkret wird im ersten Stadium des Projektes eine Online-Marktforschung durchgeführt, in der die Websites und die weiteren digitalen Kommunikationskanäle der Partner analysiert werden, um anschließend eine gemeinsame Strategie zu formulieren. Die wichtigste Frage hierbei: „Welche Inhalte sollen auf die digitale Bühne gehoben werden“? Kernstück des neuen Interreg V-A sind daher die Marketingmaßnahmen für die digitale Umsetzung. Diese werden vor allem den Ausflugszielen, Welterbe-Stätten und Sehenswürdigkeiten zugute kommen. Bei der Umsetzung ist neben einer gemeinsamen Website mit integrierten Kartentools und Schnittstellen zu Datenbanken vor allem die Entwicklung und Produktion von digitalem Content geplant. Blogs, Fotosharing, 360°-Panoramen und –Videos, sowie Apps sollen die hohe touristische Attraktivität der gesamten Region hervorheben.

Was bisher geschah

Das digitale Tourismusmarketing für die Großregion knüpft an das Interreg-Vorgängerprojekt „Transnationales Marketing für den Tourismus in der Großregion“ an. Dessen Ziel war es, die sechs Teilregionen ¬- Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Wallonie und Ostbelgien -  über gemeinsame touristische Marketingmaßnahmen zu verbinden. Das Projektvolumen umfasste von 2009 bis 2015  insgesamt 3 Mio. Euro, davon wurden 50 Prozent aus EFRE-Mitteln und 50 Prozent von den Regionen kofinanziert.

Maßnahmen, die realisiert wurden, waren unter anderem eine Website mit vielfältigen Informationen für Touristiker (http://www.tourismus-grossregion.eu/), ein E-Learning-Programm mit der Symbolfigur „Regionello“, regionsspezifische Themenmagazine oder auch eine großformatige Plakatreihe mit Highlight-Motiven der jeweiligen Regionen.

Wie im vorherigen Interreg IV-A-Projekt steht die Vermittlung eines Zusammengehörigkeitsgefühls und das Sensibilisieren für einen gemeinsamen Kultur- und Naturraum im Mittelpunkt des neuen Projekts. Auch die Mobilität innerhalb der Großregion, sowie die Anzahl der Tages- u.  Übernachtungsreisen sollen erhöht werden - das alles unter Berücksichtigung der zunehmenden Digitalisierung.

Zahlen und Daten

Das Projektvolumen beträgt insgesamt 4,85 Mio. Euro, wovon der Tourismus Zentrale Saarland insgesamt 3,18 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Die Finanzierung teilt sich wie folgt auf: 60 Prozent EFRE, 40 Prozent Kofinanzierung durch das Saarland, das Großherzogtum Luxemburg, Lothringen und die Tourismusagentur Ostbelgien. Die Partner führen die Pflege der Anwendungen eigenständig nach Projektende fort.

Die operativen Projektpartner sind:

1.    die TZS als federführende Begünstigte

2.    Luxembourg for Tourism

3.    Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

4.    Tourismusagentur Ostbelgien

5.    Comité Régional du Tourisme

6.    Comissariat Général du Tourisme

7.    Moselle Tourisme

8.    Fédération touristique de la Province de Liège

9.    Fédération touristique du Luxembourg Belge

Darüber hinaus nehmen als strategische Partner auch die beiden Départements Meuse Tourisme und Meurthe-et-Moselle Tourisme teil.