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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Tourismus weiter auf Wachstumskurs halten: Beauftrage des Bundes zu Gast im Saarland

Pressemitteilung vom 25.08.2016 - 12:00 Uhr

Am Donnerstag, 25. August 2016, war die Beauftrage der Bundesregierung für Tourismus und Mittelstand, Iris Gleicke, im Saarland zu Gast. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hatte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie eingeladen, um mit ihr einige touristische Highlights zu besuchen und die Entwicklungsmöglichkeiten der Branche zu diskutieren.

Beim Besuch der Saarschleife erkundeten Anke Rehlinger und Iris Gleicke den neu angelegten Baumwipfelpfad an der Cloef. Anschließend besuchten sie das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, wo sie bei einem Pressetermin ihre Einschätzung zur Lage des Deutschland- und des Saarland-Tourismus darlegten. Wirtschaftsministerin Rehlinger sieht das Saarland auf einer Wellenlänge mit den touristischen Themen, die auch bundesweit im Vordergrund stehen. Dazu gehört beispielsweise das Projekt „Tourismus für Alle“. Die Bundesregierung setzt sich für barrierefreie Angebote in allen Bereichen des Tourismus ein und hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema zu einem Markenzeichen des Tourismus in Deutschland zu machen.

Auch im Saarland gewinnt Barrierefreiheit mehr und mehr an Bedeutung für den Tourismus. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger will die Betriebe dazu motivieren, in ihren Einrichtungen aufzurüsten und Angebote barrierefrei zu gestalten. Im Zuge einer landesweiten Befragung wurde das barrierefreie Angebot im Saarland bereits bewertet. Im Rahmen der einzelbetrieblichen Förderung besteht die Möglichkeit, auch barrierefreie Baumaßnahmen und Ausstattungen für Tourismusbetriebe finanziell zu unterstützen. Ein weiterer entscheidender Aspekt, der zurzeit bereits saarlandweit umgesetzt wird, ist der barrierefreie Zugang zum ÖPNV. Die touristischen Angebote im Land sind nur dann tatsächlich für alle erreichbar und erlebbar, wenn auch das öffentliche Verkehrsnetz für alle zugänglich ist. Darüber hinaus wolle man gezielt barrierefreie Reiseangebote entwickeln.

Wirtschaftsministerin Rehlinger: „Ein wichtiger Baustein zur Barrierefreiheit im Saarlandtourismus ist das ‚Netzwerk Hören‘, mit dem wir einen innovativen Schwerpunkt gesetzt haben. Ich könnte mir vorstellen, dass der saarländische Tourismus mit diesem Thema einen wichtigen Impuls setzen kann. Mit den speziellen Angeboten für Gehörlose und schwerhörige Gäste können wir eine Vorreiterposition im Bund einnehmen. Damit schaffen wir eine Win-Win-Situation für die Gäste und die Gastbetriebe.“

Auch die Perspektive des Tourismus in ländlichen Räumen ist  ein Schwerpunkt des Tourismus auf Bundesebene und zählt zu den zentralen Handlungsfeldern von Iris Gleicke.

„Der Tourismus ist Motor für Wachstum und Beschäftigung und verdient gerade im ländlichen Raum besondere Aufmerksamkeit. Mit unserem Projekt „Die Destination als Bühne: Wie macht Kulturtourismus ländliche Räume erfolgreich?“ untersuchen wir mit ausgewählten Projektteams in drei Modellregionen, wie Kultur und Tourismus stärker vernetzt und dadurch attraktive kulturtouristische Angebote geschaffen werden können. Unser Ziel ist es, nachahmenswerte Beispiele für andere Regionen zu entwickeln“, so Gleicke.

Das Saarland ist bei diesem Bundesprojekt  im Fachbeirat vertreten und hat daraus für die Tourismuskonzeption 2025 bereits Ansatzpunkte gewonnen. Die Förderung des Kulturtourismus im Saarland ist daher auch einer der Schwerpunkte für die kommenden Jahre. So beschäftigt sich beispielsweise ein eigenes Gremium mit der Entwicklung der kulturellen Leuchtturmprojekte.

Der Tourismus spielt für den Wirtschaftsraum Saarland mittlerweile eine ebenso wichtige Rolle wie etwa der Maschinenbau oder die Gesundheitswirtschaft. Seit 2013 steigt die Zahl der Tagestouristen und Übernachtungsgäste stetig – und mit ihr auch das Einkommen im Bereich Tourismus. Rund 33.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt.