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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Mal kurz absteigen: Blickweiler gewinnt Wettbewerb für vorbildliche Rastplätze

Pressemitteilung vom 17.09.2015 - 17:15 Uhr

Im Frühling dieses Jahres hatte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger erstmals den Wettbewerb „Vorbildliche Rastplätze an touristischen Radwegen“ ausgerufen, mit dem Ziel, die saarländischen Städte und Gemeinden zur ansprechenden Gestaltung der Rastplätze im SaarRadland zu motivieren. Vor allem Radtouristen hatten sich mehr Möglichkeiten zum Rasten an saarländischen Radwegen gewünscht. Nun wurden die drei besten Projektvorschläge ausgezeichnet.

„Unser touristisches Radwegenetz ist gut ausgebaut. Wir möchten aber den Radtouristen zwischendurch auch ausreichend Gelegenheiten zum Rasten geben. Ziel des Wettbewerbs war es, die Attraktivität der Rastplätze im SaarRadland zu erhöhen und so für Radfahrer ein noch angenehmeres Freizeiterlebnis zu schaffen. Gleichzeitig wollten wir das Bewusstsein der Kommunen für den Bedarf an Rastplätzen schärfen. Letztendlich profitieren auch die Städte und Gemeinden davon, wenn vermehrt Radtouristen im Ort halt machen und sich umschauen,“ so Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Mit weiteren Rastplätzen könne das SaarRadland eine zusätzliche Aufwertung erfahren. Umgesetzt wurde der Wettbewerb in Kooperation mit dem ADFC Saar und der Tourismus Zentrale. Die Jury bewertete dabei die Kriterien Standortauswahl, Möblierung, Materialien, Kreativität und Qualitätssicherung.

Gewinner des Wettbewerbs wurde der Rastplatz-Entwurf des Blieskasteler Stadteils Blickweiler. Im Wettbewerbsbeitrag wurde die Möblierung des Platzes  mit einer überdachten Hütte und einer zusätzlichen Sitz-Kombination im Freien vorbildlich gelöst. Auf Schautafeln werden Informationen für Radfahrer, aber auch Angaben über die Geschichte des Ortes bereitgestellt. Die geplante Lage am Bliestal Rad- und Freizeitweg befindet sich an einem sinnvollen und wichtigen Standort. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Den 2. Platz belegte der Entwurf des Stadtteils Altheim, ebenfalls Blieskastel. Die Bewerbung überzeugte mit dem kreativen und gestalterisch ansprechenden Konzept eines Keltenhauses als Sonnen-, Wind- und Regenschutz für die Radler. Die landschaftlich reizvolle Lage mit Anbindung an den Europäischen Mühlenradweg schließt eine Lücke. Die Nutzung von Naturmaterialien wurde als ökologisch nachhaltig bewertet. Die Gestaltung gewährt dem Besucher einen Einblick in traditionelle Wohngestaltung zu Zeiten der Kelten. Dotiert ist der 2. Platz mit 3.000 Euro.

Der 3. Platz wurde an die Gemeinde Quierschied vergeben. Den Bedürfnissen der Radler wird mit Tisch-Bank-Kombination, Abstellanlagen und bereits vorhandener Schutzhütte Rechnung getragen. Der Standort ist mit der Lage am Fischbachradweg sowie der „Velo visavis“ gut gewählt und bildet einen beispielhaften Lückenschluss. Positiv wurde zudem die gute Zusammenarbeit der Gemeinde in der Entwicklung radtouristischer Angebote sowie das hohe aktive Engagement bewertet. Der 3. Platz wird mit 2.000 Euro belohnt.

Einen Sonderpreis hat sich die Stadt Völklingen mit einem Rastplatz verdient, der zum Zeitpunkt der Wettbewerbsausschreibung schon in weiten Teilen und mit Unterstützung von EU-Fördermitteln realisiert war. Neben der harmonischen Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten bietet der Rastplatz mit einer Tribüne mit Blick über die Saar und auf das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ein besonderes Highlight. Der Standort ist Knotenpunkt mehrerer Radwege und daher besonders günstig gewählt. Die Stadt Völklingen erkämpfte sich mit dem Rastplatz ein Marketingpaket der Tourismus Zentrale im Gegenwert von 500 Euro.

Die Preisgelder für die drei Gewinner kommen zur Auszahlung, sobald die Entwürfe der Rastplätze in die Umsetzung gehen.