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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Natürlich punkten!

Pressemitteilung vom 03.09.2015 - 16:00 Uhr

Auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar entsteht derzeit der Archäologie- und Keltenpark in Nonnweiler-Otzenhausen. Bestandteil des Parks ist eine keltische Siedlung, die in unmittelbarer Nähe zum Ringwall das regionale Erbe der Eisenzeit bewahren und den Touristen aus aller Welt zugänglich machen soll. Das geplante Zentralgebäude im Archäologie- und Keltenpark wird dazu die Funktion des Eingangstors in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald einnehmen.

Bei einer Bescheidübergabe an die Gemeinde Nonnweiler für einen weiteren Bauabschnitt der Rekonstruktion der keltischen Siedlung über rund 241.000 Euro erklärte Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr: „Gebiete wie das Unesco-Biosphärenreservat Bliesgau, der Naturpark Saar-Hünsrück, der Urwald vor den Toren der Stadt oder der Saargau sind einzigartige Naturlandschaften. Mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald sind wir dazu in die Champions League der Naturschutzgebiete aufgestiegen. Mit diesen natürlichen Schätzen wollen wir uns überregional einen Namen machen. Der Ausbau unserer kultur- und naturtouristischen Infrastruktur wird deshalb einen besonderen Stellenwert einnehmen. Das stärkt unser Profil als Tourismusland und die Identifikation der Bevölkerung mit unserem Natur- und Kulturerbe.“

Seit Anfang 2015 wird intensiv an der neuen touristischen Ausrichtung des Saarlandes gearbeitet. Die neue Konzeption wird gemeinsam mit den Tourismusakteuren in verschiedenen Arbeitsgruppen und Workshops erarbeitet. Ein Steuerungskreis unter Vorsitz von Wirtschaftsministerin Rehlinger begleitet die Konzeption. Seine Aufgabe ist es, auf der Basis einer Schwächen-Stärken-Analyse sowie von Gästebefragungen und Marktforschung eine neue Strategie auf die Beine zu stellen. Die Strategiebildung wird wissenschaftlich untermauert. Partner ist die dwif-Consulting GmbH, die bei der Erarbeitung der Sparkassen-Tourismusbarometer bereits vielfältige Erfahrung gesammelt hat. In der derzeitigen Strategiephase wird festgelegt, welche Richtung der Tourismus künftig einschlagen soll und welche Ziele und Profilierungsvarianten im Vordergrund stehen. Ein gezieltes Umsetzungsmanagement stellt sicher, dass Projekte entsprechend der unter den Partnern verabredeten Arbeitsteilung realisiert werden. Im November wird die „Tourismuskonzeption 2025“ der Öffentlichkeit präsentiert. Sie wird die Leitplanken für die Entwicklung des Tourismus im Saarland festlegen.

In die Konzeption fließen aktuelle Marktforschungsergebnisse ein. Sie haben gezeigt, dass über ein Drittel der Befragten das Saarland bestens geeignet für den Natururlaub und das Wandern halten. „Dieses Potenzial wollen wir nutzen“, sagte Wirtschaftsministerin Rehlinger. Als neues Aushängeschild wird der Nationalpark dabei eine wichtige Rolle einnehmen. „Da sind wir bei der Vermarktung mit der Tourismus Zentrale Saarland sehr gut aufgestellt“, so die Ministerin.

Die Planungen für das nächste Jahr sehen beispielsweise die Überarbeitung des bestehenden touristischen Übernachtungsangebots in der Nationalparkregion oder die Konzentration auf die Zielgruppe Familien mit Kindern vor. Auch werde man die Chancen des Themenjahrs „Faszination Natururlaub“ der Deutschen Tourismus Zentrale (DZT) nutzen. Dazu kommen eigene Printmedien wie Angebotsflyer oder auch Anzeigen und redaktionelle Beiträge in Tourismusmagazinen oder die stärkere Bewerbung auf der Website der Tourismus Zentrale. Ebenso geplant ist die Präsentation des Nationalparks auf verschiedenen Endkunden-Messen im In- und Ausland.