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Energie
 

Schlichtungsstelle Energie e. V.

Die Versorgung mit Strom und Gas ist an vielfältige rechtliche und technische Anforderungen geknüpft, die die Energieversorgungsunternehmen und ihre Kunden gleichermaßen betreffen. Das Versorgungsverhältnis kann noch so gut ausgestaltet sein; es kann hin und wieder zu Meinungsverschiedenheiten kommen, die Anlass zur Beschwerde geben. Grundlegend für die Energieversorgung ist das Energiewirtschaftsgesetz. In den §§ 111a und b ist seit dem 4. August 2011 das Recht von Verbrauchern geregelt, sich nach erfolgloser Beschwerde bei dem Energieversorgungsunternehmen (EVU) an die Schlichtungsstelle wenden zu können.

Kann zwischen Verbraucher und Unternehmen keine zufriedenstellende Einigung erzielt werden, ist die Schlichtungsstelle Energie der richtige Ansprechpartner. Sie prüft Verbraucheranliegen und erarbeiten eine Schlichtungsempfehlung zur einvernehmlichen und außergerichtlichen Streitbeilegung. Sie arbeitet unabhängig, neutral, unbürokratisch und für den Verbraucher kostenfrei.

Verfahren

Folgendes Verfahren wird aktuell praktiziert:

  • Einigungsversuch mit dem Energieversorgungsunternehmen
    Richten Sie Ihre Beschwerde an das Energieversorgungsunternehmen, mit dem Sie die Energielieferung vertraglich vereinbart haben oder vereinbaren wollen. Dabei sollten Sie möglichst genaue Angaben zu Ihrem Anliegen machen und den Grund der Beschwerde kurz erläutern. Sie sind mit Ihrer Beschwerde an keine bestimmte Form gebunden. Sie können diese schriftlich, per E-Mail, telefonisch oder mündlich im Kundencenter vortragen.
  • Prüfung des Sachverhalts
    Das Energieversorgungsunternehmen prüft dann den Sachverhalt und leitet Ihre Beschwerde gegebenenfalls an den Netzbetreiber, Messstellenbetreiber oder Messdienstleister weiter. In jedem Fall erhalten Sie - in der Regel nach vier Wochen - eine Antwort. Dies ist gesetzlich vorgesehen. Trägt diese Antwort aus Ihrer Sicht nicht zur Lösungsfindung bei, ist die Schlichtungsstelle Energie der richtige Ansprechpartner für Sie.
  • Aufnahme des Schlichtungsverfahrens
    Wendet sich ein Verbraucher an die Schlichtungsstelle, ist die Voraussetzung für die Einleitung eines Verfahrens, dass er vorher seinen Anspruch gegenüber dem Unternehmen gemäß § 111a EnWG erfolglos geltend gemacht hat. Das Verfahren beginnt mit dem Antrag auf Durchführung der Schlichtung bei der Schlichtungsstelle.

Hinweis
Um durch die Schlichtungsstelle bearbeitet zu werden, darf die Streitigkeit nicht anderweitig anhängig (zum Beispiel vor Gericht) oder bereits abschließend behandelt worden sein.