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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Rehlinger: Energiemarkt braucht ein neues Design

Pressemitteilung vom 12.03.2014 - 11:30 Uhr

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hat sich für ein neues Marktdesign im Energiebereich ausgesprochen. Bei einem Fachkongress in Saarbrücken sagte sie, die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes EEG könne nur der Anfang eines längeren Prozesses sein.

Energieministerin Anke Rehlinger sieht mehr Verantwortung der Erneuerbaren Energien im Gesamtsystem. Foto: © vege - Fotolia.com
Energieministerin Anke Rehlinger sieht mehr Verantwortung der Erneuerbaren Energien im Gesamtsystem. Foto: © vege - Fotolia.com

Ziel sei es, den regenerativen Energieformen eine neue Rolle zu geben. Rehlinger: „Mit dem EEG haben wir die Erneuerbaren zu einer etablierten Säule der Energieversorgung gemacht. Die Phase der Einführung geht zu Ende, jetzt beginnt die Phase der Integration. Damit verbunden ist auch mehr Verantwortung der Erneuerbaren Energien im Gesamtsystem.“
Die EEG-Novelle sei eine Mammutaufgabe, aber auch nur ein Baustein, dem weitere folgen müssten: Netzausbau, mehr Energiespeicher, Stärkung der Energieeffizienz, Regeln für Emissionshandel und Kapazitätsmechanismen.
„Wir sind heute auf der Durchreise hin zu einer von den regenerativen Energien dominierten Stromversorgung der Zukunft“, erklärte die Ministerin. Bundesminister Gabriel habe zu Recht angekündigt, dass nach dem EEG auch eine Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes sowie ein neues Gesetz zur Kraft-Wärme-Kopplung auf den Weg gebracht werden. Aus der Sicht des Saarlandes sollten darin auch begleitende Komponenten wie die verstärkte Nutzung intelligenter Netze über zeitvariable Tarife, Speicheroptionen und die Nutzung von Kapazitätsmechanismen zur Netzstabilisierung eine Rolle spielen.
Die angepeilte Direktvermarktung sei richtig, stelle kleinere Anlagenbetreiber oder Energiegenossenschaften mangels Erfahrung aber vor große Herausforderungen. Das Saarland setze sich deshalb für Untergrenzen bei den Anlagengrößen und einen Zeitplan ein, mit dem auch Windkraftprojekte in Bürgerhand nicht überfordert werden.
Im übrigen erwarte das Saarland von der EEG-Novelle Vertrauensschutz für zurückliegende Investitionen: „Wer Verlässlichkeit aufgibt, verliert nicht nur Vertrauen, sondern gefährdet auch die Bereitschaft, in die Zukunft zu investieren. Das gilt für Investitionen in Erneuerbare Energien genauso wie für Investitionen in Kraftwerke und Stromerzeugungsanlagen.“