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Energie
 

Wie viel Energie steckt in den saarländischen Kommunen?

29.04.2014, 00:00 Uhr
Energieministerin Anke Rehlinger schaltet gemeinsam mit Prof. Dr. Martina Klärle, Professorin für Landmanagement an der Fachhochschule Frankfurt, den Potenzialrechner "Erneuerbar Komm!" frei. Foto: © Jacques Wenger Fotografie
Energieministerin Anke Rehlinger schaltet gemeinsam mit Prof. Dr. Martina Klärle, Professorin für Landmanagement an der Fachhochschule Frankfurt, den Potenzialrechner "Erneuerbar Komm!" frei. Foto: © Jacques Wenger Fotografie

Den saarländischen Landkreisen, Städten und Gemeinden steht für ihre energiepolitischen Entscheidungen ein neues Planungsinstrument zur Verfügung. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger startete am Dienstag, 29. April, das Online-Tool „Erneuerbar Komm!“.
„Mit dem kostenlosen und frei zugänglichen Potenzialrechner haben Mandats- und Entscheidungsträger die Möglichkeit, das Energiepotenzial ihrer Kommunen zu erkunden“, sagte die Ministerin. Das Saarland sei damit „das erste Flächenland, das seine Entwicklungsperspektiven im Bereich der Erneuerbaren Energien vollständig darstellt und auf diese Weise auch der Bevölkerung die Möglichkeit gibt, sich auf fachlicher Grundlage an der Diskussion über den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beteiligen“. Diese Transparenz sei wichtig für den notwendigen Dialog zur Energiewende im Saarland.
Die Ministerin bestätigte, dass das Land bei seinen Zielen des Klimaschutzes bleibe: „Bis 2020 soll ein Fünftel des Stroms im Saarland aus Erneuerbaren Energien stammen.“ Den Städten und Gemeinden komme auf dem Weg dorthin eine zentrale Rolle zu. Über kommunale Nachhaltigkeitskonzepte oder Genossenschaften werde die Basis für eine zukunftssichere Energieversorgung geschaffen.

Das neue EEG ist berücksichtigt

Der Online-Rechner „Erneuerbar Komm!“ verwendet Daten, die in den Jahren 2010 bis 2011 im Saarland erhoben wurden. Sie beschreiben für alle Orte des Saarlandes die Möglichkeiten für Windenergie, Photovoltaik und Biomasse. Ein Projektteam unter Leitung von Prof. Dr. Martina Klärle, Professorin für Landmanagement an der Fachhochschule Frankfurt, hat im Auftrag des Wirtschaftsministeriums diese Daten für das Online-Tool aufbereitet, so dass sie für die breite Öffentlichkeit nutzbar werden.
Das Potenzial für Erneuerbare Energien, das in der Fläche einer Gemeinde oder eines Landkreises steckt, wird mit Hilfe vorhandener Geobasisdaten vollautomatisch und für jede Kommune individuell berechnet. Auf diese Weise wird zum Beispiel dargelegt, wie viel Fläche sich innerhalb einer Gemeinde für die Erzeugung von Strom aus Solar- und Windanlagen oder Biomasse eignet und wie viel Energie sich gewinnen lässt. Die Bedingungen des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes sind bereits berücksichtigt.
Prof. Klärle: „Die Ergebnisse unseres Forschungsprojekts zeigen, wie wichtig interkommunale Kooperation und das Zusammenwirken von Ballungsräumen und ländlich geprägten Regionen sind, wenn es um die Zukunft der Energieversorgung geht. 100 Prozent Erneuerbare sind machbar, wenn dichtbesiedelte Städte und ihr Umland zusammenarbeiten.“
Um den Online-Rechner effektiv zu nutzen, hat das Ministerium einen Leitfaden erstellt, Link in der rechten Spalte.

Erneuerbar Komm!

Erneuerbar Komm!

Der Potenzialrechner "Erneuerbar Komm!" gibt den Städten und Gemeinden ein neues Planungsinstrument in die Hand.

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