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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Rehlinger: Arbeit bleibt zentrales Politik-Thema

Pressemitteilung vom 30.04.2014 - 15:00 Uhr

Das Konzept der Guten Arbeit ist zentraler Bestandteil der saarländischen Politik. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger wies anlässlich des traditionellen Tages der Arbeit am 1. Mai darauf hin, dass faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen für die Stärkung der Wirtschaftskraft wesentliche Faktoren darstellen.

Plakate und Anzeigen des Wirtschaftsministeriums sollen unter anderem auf das saarländische Tariftreuegesetz und die sich daraus ergebenden Pflichten hinweisen. Foto: © b&b
Plakate und Anzeigen des Wirtschaftsministeriums sollen unter anderem auf das saarländische Tariftreuegesetz und die sich daraus ergebenden Pflichten hinweisen. Foto: © b&b

Mit Plakaten und Anzeigen weist das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr dieser Tage auf die besondere Bedeutung der Erwerbsarbeit hin. Rehlinger: „Im Koalitionsvertrag haben wir uns darauf verständigt, mit einer aktiven Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik ein starkes und modernes Saarland zu schaffen.“ Ziel sei es unter anderem, „dass alle, die hart arbeiten, von ihrem Einkommen auch leben und ihre Familien ernähren können“. Gute Arbeit sei aber auch ein Unternehmerthema, weil es unter der Überschrift „Arbeitgeberattraktivität“ immer stärker darum gehen werde, Fachkräfte zu finden, auszubilden und zu halten.
Beim ersten Plakat geht es um das Thema „faire Löhne“. In diesen Zusammenhang gehört das neue Tariftreuegesetz. „Mit dem darin verankerten saarländischen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro haben wir Maßstäbe gesetzt“, erklärte die Ministerin. Das Tariftreuegesetz, seit gut einem Jahr in Kraft, sei ein wichtiger Beitrag zur Guten Arbeit. Seit Januar sind 215 Vergabemeldungen mit einem Auftragsvolumen von über 42 Mio. Euro bei der Prüfbehörde eingegangen. Außerdem gab es zahlreiche telefonische Hinweise auf mögliche Verstöße, denen nachgegangen wurde. Im April wurden Vor-Ort-Prüfungen durchgeführt. Nach Befragung der Beschäftigten werden nun die umfangreichen Unterlagen geprüft.
Rehlinger: „Trotz Aufklärungsarbeit sind vielen öffentlichen Auftraggebern ihre Pflichten aus dem Tariftreuegesetz noch nicht hinreichend bekannt. Unsere Plakate und Anzeigen sollen auch mehr Bewusstsein dafür schaffen.“
Weitere Themen sind die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit, sowie die Rolle der Berufsausbildung für die Deckung des Fachkräftebedarfs. Mit dem Claim „Arbeit muss sein“ wird dabei unter anderem auf die Möglichkeiten des Landesprogramms ASaar hingewiesen, das für Langzeitarbeitslose neue berufliche Perspektiven schafft. Rehlinger: „Menschen den Weg in Gute Arbeit zu öffnen, ist eine Verpflichtung. Arbeit schafft Werte, ist sinnstiftend und ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dies gelingt mit ASaar, die Zahl der öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnisse wurde von 1.350 auf aktuell 2.450 Plätze gesteigert.“
Die Informationskampagne des Ministeriums trägt im übrigen dazu bei, zu neuen Wegen der Berufsausbildung zu motivieren. „Angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir alle Potenziale ausschöpfen, damit die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben können“, so die Ministerin. Programme wie „‚Ausbildung jetzt“‚ „AnschlussDirekt“ und „Ausbildung – das schaff ich!“ leisteten dazu einen Beitrag und seien deshalb wichtige Elemente der regionalen Fachkräftestrategie: „Auch leistungsschwächere Schulabgänger oder Jugendliche mit Umfeldproblemen brauchen eine Perspektive, und der Standort braucht alle Talente.“ Das neue Programm „Ausbildung – das schaff ich!“ biete deshalb jungen Menschen mit schlechteren Startchancen Unterstützung beim Einstieg in die Ausbildung und begleite sie bis zum Abschluss.
Rehlinger: „Die große Mehrzahl der Firmen im Saarland ist sich der Bedeutung guter Lohn- und Arbeitsbedingungen bewusst und bezieht sie in ihre Unternehmenskultur ein. Wir möchten aber alle mitnehmen, um den Menschen im Land Erfolg im Berufsleben zu ermöglichen.“