Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Arbeitsministerin Rehlinger: Projekt Bürgerarbeit fortsetzen

Pressemitteilung vom 15.01.2014 - 17:00 Uhr

Als erste Amtshandlung hat die neue Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger die Bundesregierung in einem Brief aufgefordert, das Projekt „Bürgerarbeit“ fortzusetzen und vorgeschlagen, das Saarland zur Modellregion bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit zu machen.

Eine Begegnung am Rand des SPD-Bundesparteitags nutzen Anke Rehlinger und Andrea Nahles zu einem Austausch über aktuelle arbeitsmarktpolitische Themen, darunter die Zukunft der "Bürgerarbeit".
Eine Begegnung am Rand des SPD-Bundesparteitags nutzen Anke Rehlinger und Andrea Nahles zu einem Austausch über aktuelle arbeitsmarktpolitische Themen, darunter die Zukunft der "Bürgerarbeit".

In dem vierseitigen Schreiben erinnert Rehlinger die Bundesregierung an die gemeinsame Verantwortung, arbeitslosen Menschen eine berufliche Perspektive zu ermöglichen. Mit dem Bundesprojekt „Bürgerarbeit“ sei es gelungen, allein im Saarland 1.500 Menschen zu fördern und damit einen bedeutenden Teil an öffentlich geförderter Beschäftigung zu schaffen. Das Auslaufen der Bundesförderung treffe nicht nur die in den Programmen tätigen Menschen, sondern gefährde auch die Existenz einer gewachsenen Infrastruktur vor Ort, etwa die der Sozialkaufhäuser. Die saarländische Arbeitsministerin betont in ihrem Schreiben die Anstrengungen des Landes mit dem Landesarbeitsmarktprogramm ASaar oder dem Modellprojekt „Perspektiven in Betrieben“. Trotzdem sei die Finanzierung der Bürgerarbeit durch den Bund weiter notwendig. Rehlinger erneuerte daher die Forderung an den Bund, die Finanzierung der Bürgerarbeit weiter aufrecht zu erhalten. Da die ersten Plätze schon Mitte des Jahres drohen verloren zu gehen, sei Eile geboten, so die Ministerin. Auch sei die Betroffenheit im Saarland zudem besonders groß, da das Projekt Bürgerarbeit hier überdurchschnittlich intensiv genutzt werde.

Modellregion Saarland

Rehlinger hat Bundearbeitsministerin Andrea Nahles zudem angeboten, das Saarland zur Modellregion im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zu machen, um den sogenannten dritten Arbeitsmarkt langfristig abzusichern: „Wir befassen uns im Saarland seit langem intensiv mit dem Thema der dauerhaft öffentlich geförderten Beschäftigung. Um mehr langzeitarbeitslosen Menschen eine Perspektive auf nachhaltige Integration und Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen stehen wir bereit, um im Saarland als Modellregion zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit neue und optimierte Wege zu gehen.“ Neben einer modellhaften Erprobung des „Passiv-Aktiv-Transfers“, bei der die durch die Beschäftigung eingesparten Leistungen in aktive Eingliederungsmittel umgeschichtet werden sollen, schlägt Rehlinger vor, den saarländischen Jobcentern durch ein entsprechend ausgestattetes Eingliederungsbudget zu ermöglichen, ihre Projekte zur Aktivierung, Qualifizierung und Beschäftigung auch weiterhin umzusetzen.

Rehlinger erhofft sich mit dieser Initiative mehr Spielraum für die bestehenden Arbeitsmarktprogramme der Landesregierung und den Bestand der „Bürgerarbeit“-Arbeitsplätze im Saarland. Es gehe nun darum, den betroffenen Menschen weiter Perspektiven auf Beschäftigung und die persönliche Weiterentwicklung zu ermöglichen, so die saarländische Wirtschafts- und Arbeitsministerin.