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Arbeitsmarkt - Gute Arbeit im Saarland
 

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger begleitet Beschäftigungs-Coach in Neunkirchen

03.11.2016
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger im intensiven Austausch mit dem Beschäftigungs-Coach im Landkreis Neunkirchen, Tahsin Ehweich (ganz rechts). Foto: @ MWAEV
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger im intensiven Austausch mit dem Beschäftigungs-Coach im Landkreis Neunkirchen, Tahsin Ehweich (ganz rechts). Foto: @ MWAEV

Nachdem Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger das Beschäftigungs-Coaching initiierte, machte sie sich am Donnerstag, 3. November 2016, gemeinsam mit Landrat Sören Meng ein Bild von der Arbeit des Coaches im Landkreis Neunkirchen. Dieser unterstützt Zugewanderte darin, sich dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt anzunähern und ihre Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern.

Rehlinger: „Ich freue mich, dass wir mit Tahsin Ehweich einen Beschäftigungs-Coach im Landkreis Neunkirchen gewonnen haben, der durch seinen eigenen Hintergrund einen sehr guten Zugang zu den Flüchtlingen findet. Seine interkulturelle Kompetenz ist von großem Vorteil für alle Beteiligten.“

Landrat Sören Meng ergänzt: „Herr Ehweich stellt von Beginn an den entsprechenden Zugang zu den vielfältigen Maßnahmen her und unterstützt insbesondere bei Sprachbarrieren.“

Tahsin Ehweich lebt seit 30 Jahren in Deutschland, stammt selbst aus Syrien. Seit dem 1. Mai 2016 ist er als Beschäftigungs-Coach für Zugewanderte nicht nur Sprachvermittler, sondern Mediator und Bezugsperson. Zu seinen Aufgaben zählen Konfliktintervention, Hilfe beim Erstellen eines Lebenslaufs oder auch Kontaktherstellung zur Agentur für Arbeit.

Im Diakonie Klinikum Neunkirchen gGmbHb etreut Tahsin Ehweich einen jungen Flüchtling aus Eritrea, der gerade ein dualisiertes Berufs-Grundschuljahr (BGJ), bestehend aus drei Tagen Schule und zwei Tagen Klinikpraktikum, absolviert. Das gemeinsame Ziel: ein Ausbildungsplatz oder der Besuch einer weiterführenden Schule.

Für Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger stellt gerade ein solches Praktikum einen wichtigen Schritt zum Einstieg in eine Ausbildung dar: „Das aktive Reinschnuppern in einen Job und der damit gewonnene erste Einblick in das Berufsfeld ist das eine. Das Wichtigste aber ist die Integration in das Team. Dadurch wird die Sprachkompetenz gefördert, die Kulturen nähern sich an, und das Verständnis füreinander wächst. Es gibt den jungen Flüchtlingen nochmal einen richtigen Schub zur weiteren Integration.“ Sollte es dennoch Fragen geben, stehe der Beschäftigungs-Coach zur Seite. „Wir müssen die Integration der Zuwanderer in Ausbildung und Beschäftigung aktiv begleiten, damit gerade jugendliche Geflüchtete die Chance auf eine erfolgreiche Zukunft bei uns haben“, so die Ministerin.

Das Beschäftigungs-Coaching ersetzt nicht die vorhandene Beratungsstruktur des Landes und übernimmt auch keine Pflichtaufgaben der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter. Um Doppelstrukturen zu vermeiden, arbeitet das Coaching eng mit den Migrationsfachdiensten, der Agentur für Arbeit bzw. den Jobcentern sowie den zuständigen Stellen in der aufnehmenden Kommune zusammen.

Der Beschäftigungs-Coach ist beim jeweiligen Landkreis angestellt. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Coaching finanziell mit bis zu 50.000 Euro pro Vollzeitstelle.