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Arbeitsmarkt - Gute Arbeit im Saarland
 

Zuwanderer: Brücken in die Arbeitswelt bauen

26.08.2016

Die Integration von Zuwanderern in den saarländischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bleibt trotz zurückgegangener Flüchtlingszahlen eine zentrale politische Aufgabe. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sagte am Freitag, 26. August, vor der Presse: „Wer aus Not zu uns kommt und mit hoher Wahrscheinlichkeit bleiben darf, soll die Chance haben, sich möglichst schnell in die Gesellschaft zu integrieren. Er braucht ein Dach über dem Kopf und muss sich verständigen können. Wichtig ist es dann aber auch, den Geflüchteten Brücken in die Arbeitswelt zu bauen. Wir brauchen diese Talente, die von außerhalb zu uns stoßen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sehe ich die Zuwanderung deshalb auch ausdrücklich als Chance.“ Ein Aktionsplan des Ministeriums solle dazu beitragen, sie offensiv zu nutzen.

Kernpunkte des Aktionsplans

  • Einsteiger-Deutschkursefür Zugewanderte: 2.000 Plätze in 103 Kursen, Landesmittel in Höhe von 1,5 Mio. Euro.

 

  • Clearingstelle„Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven“: Mit erweiterten Personalressourcen können mindestens 200 Flüchtlinge pro Woche mittels Gruppeninformation sowie persönlicher Beratung angesprochen werden. Dabei liegt das Augenmerk weiterhin auf der Identifikation arbeitsmarktnaher Geflüchteter mit guter Bleibeperspektive und unmittelbar verwertbarer beruflicher Qualifikation zur Vorbereitung einer zügigen Vermittlung in den saarländischen Arbeitsmarkt.


  • Beschäftigungs-Coachingfür Zugewanderte: In den Landkreisen Neunkirchen, Saarlouis und St. Wendel sowie im Regionalverband Saarbrücken sind sie schon im Einsatz, im Saarpfalz-Kreis und im Kreis Merzig-Wadern läuft das Auswahlverfahren. Zur Förderung des Beschäftigungs-Coachings mit sieben Stellen für ein Jahr werden Landesmittel in Höhe von 0,35 Mio. Euro eingesetzt.


  • Öffentlich geförderte Beschäftigungund berufliche Qualifizierung für Zugewanderte: Die Förderung des Landes zielt darauf ab, hilfebedürftige Erwachsene, die durch die Jobcenter als arbeitsmarktfern eingestuft werden, so zu entwickeln und zu festigen, dass sich die Bedingungen für eine Aktivierung, berufliche Qualifizierung und Eingliederung in Arbeit verbessern. Zur Förderung von zusätzlichen 640 Arbeitsgelegenheiten inklusive beruflicher Qualifizierung für Asylberechtigte in den beiden Haushaltsjahren 2016 und 2017 werden Landesmittel in Höhe von insgesamt 1,6 Mio. Euro eingesetzt.


  • Soziale Betreuung und Begleitung für junge Flüchtlinge in den Berufsbildungszentren: Zur Erhöhung der Zahl sozialpädagogischer Fachkräfte um 13 Stellen werden Landesmittel in Höhe von 0,65 Mio. Euro eingesetzt. Die Sachkosten inklusive der Mobilitätskosten werden von den Landkreisen bzw. dem Regionalverband finanziert.


  • Finanz- und Personalausstattung der Jobcenter im Rahmen der Asyl- und Flüchtlingspolitik: Der Bund hat auf Forderungen der Länder reagiert und den Jobcentern zusätzliche Mittel für „flüchtlingsinduzierten Mehrbedarf“ zur Verfügung gestellt. Damit wurde im laufenden Haushaltsjahr das Gesamtbudget im SGB II um 7,3 Prozent von knapp 7,9 Mrd. Euro auf 8,5 Mrd. Euro aufgestockt.