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Arbeitsmarkt - Gute Arbeit im Saarland
 

Rehlinger: Lohnabstand zwischen Frauen und Männern muss verringert werden

18.03.2016
Der „Equal Pay Day“ findet am 19. März statt. Das ist der Tag, bis zu dem Frauen statistisch gesehen „unbezahlt“ arbeiten, vergleicht man ihr Gehalt mit dem der männlichen Kollegen. Foto: © BPW Germany e.V.
Der „Equal Pay Day“ findet am 19. März statt. Das ist der Tag, bis zu dem Frauen statistisch gesehen „unbezahlt“ arbeiten, vergleicht man ihr Gehalt mit dem der männlichen Kollegen. Foto: © BPW Germany e.V.

Überall in Europa verdienen Frauen weniger als Männer. In Deutschland betrug der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern 2015 mehr als 20 Prozent. Das Saarland gehört mit einer Lücke von fast einem Viertel sogar in die Spitzengruppe der Bundesländer mit dem größten Lohnabstand. Für Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, ist das ein klares Signal, dass gesetzliche Regelungen nötig sind: „Die Arbeit der Frauen ist nicht weniger wert. Trotzdem spiegelt die Entlohnung etwas anderes. Hier muss dringend gehandelt werden.“ Derzeit liege ein Eckpunktepapier im Bundesfamilienministerium zur Entgeltgleichheit vor. Er müsse jetzt zügig ausgearbeitet und umgesetzt werden, betonte die Ministerin: „Wir haben die am besten ausgebildete Frauengeneration aller Zeiten. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass Frauen ihr Know-how optimal entfalten können und dafür fair bezahlt werden.“

Auch die Erhöhung der Frauenerwerbsbeteiligung ist ein wichtiger Ansatz. Mit dem „Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar“ hat die Ministerin im März ein umfassendes Arbeitsprogramm vorgelegt. Kernstück darin ist die Einrichtung einer zentralen Netzwerkstelle „Frauen im Beruf“. Die Stelle soll eng mit den Akteurinnen und Akteuren auf kommunaler Ebene zusammenarbeiten und dazu beitragen, ein landesweites Konzept zur Verbesserung der beruflichen Aktivierung oder Reaktivierung von Frauen auf die Beine zu stellen. Rehlinger: „Wir machen es uns zur Aufgabe, die Teilhabe von Frauen an der saarländischen Wirtschaft in den nächsten Jahren spürbar zu verbessern. Dies ist ein Gebot der Gerechtigkeit, aber auch der politischen Vernunft.“