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Arbeitsmarkt - Gute Arbeit im Saarland
 

Schlecker: Modellprojekt zur Integrationsbegleitung war erfolgreich

Pressemitteilung vom 26.08.2013 - 12:30 Uhr

Mit einer positiven Bilanz endete nach etwas mehr als einem Jahr ein saarländisches Modellprojekt zur Integration von ehemaligen Beschäftigten der Firma Schlecker.

Arbeitsminister Heiko Maas ließ sich von Teilnehmerinnen des Modellprojekts über deren Erfahrungen berichten. Ihr Fazit war positiv: Die individuelle Betreuung habe die Suche nach neuer Arbeit erheblich erleichtert.
Arbeitsminister Heiko Maas ließ sich von Teilnehmerinnen des Modellprojekts über deren Erfahrungen berichten. Ihr Fazit war positiv: Die individuelle Betreuung habe die Suche nach neuer Arbeit erheblich erleichtert.

Dahinter steht ein Coaching, das im Zusammenhang mit der Schlecker-Insolvenz vom Wirtschaftsministerium im Rahmen seines Sechs-Punkte-Plans zusätzlich zu den Möglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung gestellt wurde. An dem Projekt nahmen 217 Frauen teil. Nur 27 Prozent von ihnen sind heute noch auf der Suche nach Arbeit. „Mehr als die Hälfte von ihnen hat einen Arbeitsplatz gefunden oder wurde in eine Qualifizierungsmaßnahme vermittelt“, sagte Minister Heiko Maas bei der Vorstellung der Ergebnisse. Er lobte die gute Zusammenarbeit der Projektpartner. Es sei wichtig gewesen, „in einer besonderen Situation besondere Integrationsangebote zu machen.“ Viele der vorwiegend weiblichen Schlecker-Beschäftigten seien alleinerziehend oder über 45 Jahre alt gewesen: „Das sind Merkmale, die eine Arbeitssuche oft schwierig machen.“

Im Rahmen des Modellprojektes wurde die Möglichkeit der Integrationsbegleitung auch Frauen in vergleichbarer Situation, die nicht bei Schlecker gearbeitet hatten, eröffnet. Die Kosten lagen bei 60.000 Euro. Integrationsbegleiter unterstützten die Betroffenen dabei, ihre individuellen Problemlagen zu überwinden. Sie erarbeiteten mit den Teilnehmerinnen eine realistische Einschätzung der individuellen Chancen und Möglichkeiten. Sie halfen schließlich dabei, den durch die Arbeitsagentur entwickelten Berufswegeplan umzusetzen. Die positiven Zahlen seien „Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit der Arbeitsagentur mit den Integrationsbegleitern“, resümierte auch Hans-Hartwig Felsch von der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

Theo Bilsdorfer, Geschäftsführer der beauftragten Gesellschaft für Personalmanagement im Strukturwandel (PiS GmbH), zog ebenfalls eine positive Bilanz: „Eine solch hohe Quote an in Arbeit und Qualifizierung vermittelten Teilnehmern ist besser, als wir zu Beginn zu hoffen gewagt hatten. Durch die zusätzliche Betreuung, ergänzend zu den Möglichkeiten der Arbeitsagentur, konnte für viele Teilnehmer eine neue Perspektive aufgezeigt werden.“ Die PiS GmbH (Nalbach) verfügt über reichhaltige Erfahrung in der Betreuung von Arbeitssuchenden mit besonderen Problemlagen.

Auch aus Sicht der Arbeitnehmer waren Erfahrung und Fachwissen der Integrationsbegleiter eine wertvolle Hilfe. Elke Sänger, ehemaliges Mitglied des Schlecker-Gesamtbetriebsrates: „Die Beratungstermine haben den Kolleginnen viel Kraft und Zuversicht gegeben.“