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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Straßen- und Autobahnmeisterei Rohrbach: seit 50 Jahren im Einsatz für die Straßen

Pressemitteilung vom 17.07.2015 - 09:30 Uhr
Die Straßen- und Autobahnmeisterei Rohrbach feiert 50-jähriges Jubiläum! Verkehrsministerin Anke Rehlinger bedankt sich für den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf unseren Straßen. Foto: © MWAEV
Die Straßen- und Autobahnmeisterei Rohrbach feiert 50-jähriges Jubiläum! Verkehrsministerin Anke Rehlinger bedankt sich für den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf unseren Straßen. Foto: © MWAEV

Die Straßen- und Autobahnmeisterei (SAM) Rohrbach steht seit 50 Jahren für eine intakte Straßeninfrastruktur im Saarland. Heute feierte die älteste von 12 Außenstellen des Landesbetriebs für Straßenbau Geburtstag. Verkehrsministerin Anke Rehlinger nutzte den Tag für einen Besuch und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit: „Die Beschäftigten der Meistereien kümmern sich bei Wind und Wetter um unserer Straßen. Allein von Rohrbach aus pflegen die Straßenwärterinnen und Straßenwärter ein Streckennetz von 287 km. Von der Reinigung der Straßen und Rastanlagen über Grün- und Gehölzpflege bis hin zum Winterdienst oder der Beseitigung von Unfallschäden – auf Euch ist Verlass!“

Anlässlich der Feierlichkeiten informierte die Straßen- und Autobahnmeisterei Rohrbach ausführlich über ihre Aufgaben. Gerade die Arbeitsweise der Straßenwärterinnen und Straßenwärter hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Ursprünglich stand bei Reinigungs- oder Straßenbauarbeiten die Muskelkraft im Vordergrund. Heute dominieren der Umgang mit ausgefeilten Maschinen und Gerätschaften. „Als Straßenwärterin oder Straßenwärter muss man High-Tech bedienen können. Das verlangt viel Können und eine solide Ausbildung“, betonte Rehlinger. Auch für die Führungskräfte in den Meistereien habe sich einiges geändert. Heute müssen Außenstellenleiter profunde Bauingenieure sein und über eine solide kaufmännische Ausbildung verfügen. Die Arbeiten müssen nicht nur ordnungsgemäß, sondern auch wirtschaftlich und kosteneffizient umgesetzt werden.

Die Ministerin verdeutlichte bei ihrem Besuch, dass das zugenommene Verkehrsaufkommen ein besonderes Problem für die Straßenwärterinnen und Straßenwärter bilde. Es sorgt dafür, dass die Arbeit auf der Straße wesentlich gefährlicher geworden ist. Deswegen steht heute die Sicherheit im Vordergrund. „Die meisten Autofahrerinnen und Autofahrer denken bei Baustellen erstmal nur an Staus und Wartezeiten. Das ist verständlich, wenn man schnell an sein Ziel gelangen will. Ich bitte aber die Verkehrsteilnehmer darum, auch an die Beschäftigten auf der Baustelle zu denken. Sie begeben sich täglich in Gefahr, um für einen guten Zustand unserer Straßen zu sorgen“, appellierte Rehlinger. Gerade in der Ferienzeit werden viele Straßenbauarbeiten durchgeführt, da dann weniger Fahrzeuge auf den Straßen fahren und deswegen die Gefahr von Staus kleiner ist.

Der Landesbetrieb für Straßenbau nutzte den Tag auch, um über anstehende Straßenbauarbeiten während der Ferienzeit zu informieren. Beispielsweise wird die Sanierung der A620 erfolgen. Dies erfordert vom 10. bis zum 30. August die Vollsperrung der A620 zwischen Saarbrücken-Messegelände und Gersweiler in Richtungsfahrbahn Saarlouis. Die Umleitung erfolgt in der Zeit über die Brückenstraße und die Burbacher Straße. Während der Straßenbauarbeiten werden sechs Nahverkehrszüge zusätzlich zum normalen Nahverkehrsfahrplan bereitgestellt. Sie verkehren vom 10. bis zum 28. August werktags zu den Hauptverkehrszeiten zwischen Saarlouis und Saarbrücken.

Hintergrund

Die Einrichtung in Rohrbach wurde 1965 als Autobahnmeisterei ins Leben gerufen. Sie bestand ursprünglich aus verschiedenen Kfz- und Streuguthallen einschließlich einer Tankstelle. 31 Beschäftigte hatten die Aufgabe, die 1969 fertiggestellte A20 (die heutige BAB A6) zu pflegen. Der Streckenabschnitt betrug damals 38 km. Zehn Jahre später hatte sich die Strecke schon auf 69 km ausgedehnt. 1979 wurden zusätzlich die Fernmeldemeisterei und 1995 die Verkehrszentrale in Rohrbach untergebracht. Nach einer saarlandweiten Reorganisation des Straßenbetriebswesens wurde Rohrbach in eine Straßen- und Autobahnmeisterei umfirmiert. Das zu unterhaltende Straßennetz umfasst seitdem 287 km (106 km Bundesfernstraßen, 181 km Landstraßen). Zählt man die Geh-und/oder Radwegen hinzu, hat es 440 km.

In der Straßen- und Autobahnmeisterei Rohrbach sind derzeit 31 Personen beschäftigt; darunter 24 Straßenwärterinnen und Straßenwärter. Der Ausbildungsberuf „Straßenwärter“ wurde zum 31.12.1968 vom damaligen Bundesminister für Verkehr, Georg Leber, offiziell anerkannt und dem öffentlichen Dienst zugeordnet. Damit wurde die Beschäftigung als Straßenwärterin oder Straßenwärter eine staatliche Hoheitsaufgabe. Die Laufbahnverordnung „über die Berufsausbildung zur Straßenwärterin / zum Straßenwärter“ bekräftigte die Auffassung 2002.

Insgesamt kümmern sich sechs Straßen- und Autobahnmeistereien, zwei Straßenmeistereien des Landesbetriebes sowie eine Zentralwerkstatt, eine Verkehrszentrale, eine Fernmeldemeisterei und eine Brückenmeisterei um die saarländische Straßeninfrastruktur. Sie umfasst mehr als 2.000 Kilometer Straße, 1.000 Kilometer Geh- und Radwege, 1.300 Bauwerke und mehr als 100 Lärmschutzwände oder Lärmschutzwälle.