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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Mit mehr Schwung in den Sattel: Impulse für den kommunalen Radverkehr

Pressemitteilung vom 11.06.2015 - 17:00 Uhr
Rund sechzig Interessierte waren bei der Dialoveranstaltung zum Thema Alltagsradverkehr imWirtschaftsministerium zu Gast. Foto: © MWAEV
Rund sechzig Interessierte waren bei der Dialoveranstaltung zum Thema Alltagsradverkehr imWirtschaftsministerium zu Gast. Foto: © MWAEV

Bei einer Dialogveranstaltung im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr hat die Arbeitsgruppe „Alltagsradverkehr“ gemeinsam mit Interessierten, darunter vor allem Bürgermeister, Landräte, Mitglieder von Kommunalparlamenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Planungs-, Bau- und Straßenverkehrsbehörden über Impulse für den kommunalen Radverkehr diskutiert. Zuvor hatte die Arbeitsgruppe in einer landesweiten Fragebogenaktion die Interessen, Anregungen und Bedürfnisse der Kommunen in Sachen Alltagsradverkehr ermittelt.

Verkehrsministerin Anke Rehlinger: „Wir haben zwar ein gut ausgebautes touristisches Radwegenetz, aber bei der Nutzung des Fahrrades im Alltag liegt das Saarland mit einem Anteil von lediglich 2 Prozent bundesweit auf dem letzten Platz. Der saarländische Radverkehrsplan zeigt die Schwachstellen und den Handlungsbedarf im Radverkehrsnetz auf. Wir möchten mit den Kommunen an einem Strang ziehen, um  die Situation vor Ort zu verbessern und mehr Saarländerinnen und Saarländer für das Fahrrad im Alltag zu gewinnen. Die zahlreichen Rückmeldungen und das rege Interesse an der heutigen Veranstaltung zeigen, dass wir in Sachen Alltagsradverkehr locker noch ein, zwei Gänge höher schalten können.“

Die Ergebnisse der Befragung wurden den rund 60 Teilnehmern heute präsentiert und zur Diskussion gestellt. Thomas Fläschner vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Saarland stellte Kampagnen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ und „Stadtradeln“ vor, an denen sich Kommunen, Firmen und Vereine beteiligen können. Außerdem stand die weitere Umsetzung des saarländischen Radverkehrsplans im Mittelpunkt der Veranstaltung. Neue Impulse in Sachen Alltagsradverkehr lieferten gelungene Praxisbeispiele aus Ingelheim am Rhein. Die Stadt wurde in diesem Jahr mit einem 3. Platz beim Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet. Der ehrenamtliche Fahrradbeauftragte Erich Dahlheimer zeigte anschaulich, wie man auch mit einfachen und wenig kostenintensiven Ideen beim Radfahrer punkten kann.

„Auch mit kleinen Verbesserungen lässt sich oft schon eine große Wirkung erzielen, die entscheidend zur Sicherheit der Radfahrer im Verkehr beiträgt. Eine eindeutige Markierung beispielsweise erleichtert sowohl Radfahrern als auch Autofahrern die gemeinsame Teilnahme am Straßenverkehr und schützt Radfahrer davor, übersehen zu werden. Sicherheit im Sattel sollte oberste Priorität im saarländischen Alltagsradverkehr haben“, so Rehlinger weiter. „Nur dann werden auch die Saarländerinnen und Saarländer vermehrt auf das Fahrrad umsteigen.“

Zur Arbeitsgruppe Alltagsradverkehr gehören neben dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr auch der ADFC, der LfS und die Fahrradverantwortlichen von Saarbrücken, Merzig, Saarlouis und Losheim. Im Anschluss an die Veranstaltung haben bereits elf weitere Kommunen ihr Interesse an einer Mitarbeit angekündigt.