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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Rehlinger: Neuer Fahrplan bringt ein deutlich besseres Angebot

Pressemitteilung vom 01.12.2014 - 16:00 Uhr
Verbesserungen gibt es auch durch den Einsatz modernerer Fahrzeuge. Foto: © MWAEV
Verbesserungen gibt es auch durch den Einsatz modernerer Fahrzeuge. Foto: © MWAEV

Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 startet im Saarland auf der Schiene ein neues, verbessertes Nahverkehrsangebot. „Wir haben es mit einer deutlichen Fahrplanverdichtung zu tun; das Angebot erhöht sich um nicht weniger als 600.000 Zugkilometer im Jahr, das sind 10 Prozent mehr als bisher“, sagte Verkehrsministerin Anke Rehlinger bei der Vorstellung des neuen Nahverkehrstaktes. Für Pendler, die in die Ballungsräume hinein müssen, werde es einfacher und schneller. Da die Züge aufeinander abgestimmt sind, werde das Planen und das Reisen bequemer.
Mehr Verbindungen, bessere Anschlüsse, zwei landesweite neue Regionalexpressnetze und moderne Fahrzeuge. Das sind die Bausteine des neuen saarländischen Nahverkehrsangebotes auf der Schiene.
Wesentliches Element ist der Start des Regionalexpressnetzes Südwest. Es wird in den nächsten 15 Jahren von der DB Regio Südwest betrieben, nachdem das Unternehmen die europaweite Ausschreibung gewonnen hatte. Künftig wird die DB Regio auf der Regionalexpresslinie RE 1 (Koblenz-Trier-Saarbrücken) stündlich verkehren. Auch ein neuer Halt in Mettlach kommt hinzu. Alle zwei Stunden wird die Linie über Kaiserslautern nach Mannheim führen. Die entsprechenden Ankunfts- und Abfahrtszeiten in Mannheim und Koblenz sind so getaktet, dass von dort alle weiteren Verkehrsknotenpunkte und Fernverkehrsanschlüsse besser erreicht werden. Derzeit verkehren die durchgehenden Regionalexpresszüge nur alle zwei Stunden zwischen Koblenz und Saarbrücken.

Eine neue Fahrzeugflotte

Verbesserungen ergeben sich auch durch eine neue Fahrzeugflotte („Süwex, der neue Südwest-Express“). Mit den modernen Fahrzeugen (28 im gesamten Süwex-Netz) werde man auch dem Anspruch einer Qualitätssteigerung im Schienenpersonennahverkehr gerecht, sagte die Ministerin.
Die neuen Züge unterscheiden sich nicht nur durch ihr Design von den vorhandenen Fahrzeugen der DB Regio Südwest. Die barrierfreie Ausstattung, erhöhte Fahrradkapazitäten, Monitore sowie der ständige Einsatz von mindestens einem Zugbegleiter in jedem Zug werden den Verkehr auf der Schiene kundenfreundlicher machen. „Der Süwex ist unser neues Premiumprodukt. Er ist ein sehr komfortables Fahrzeug und ein echter Gewinn für unsere Pendler und Freizeitreisenden", erklärte Andreas Schilling, Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio Südwest.
Mit dem Fahrplanwechsel wird auch ein neuer Anbieter im Schienenpersonennahverkehr des Saarlandes vertreten sein. Ab 14. Dezember fährt das Eisenbahnverkehrsunternehmen Vlexx GmbH mit neuen Regionalexpresszügen auf der Nahestrecke von Saarbrücken über Mainz nach Frankfurt. Das Unternehmen hatte die entsprechende eurpaweite Ausschreibung gewonnen. Vlexx wird mit dem Fahrplanwechsel eine zusätzliche Hin- und Rückfahrt zwischen Saarbrücken und Mainz anbieten.

Auf einen Blick: Verbesserungen im Bahn-Nahverkehr

• Im Knotenpunkt Saarbrücken wurden die Anschlüsse zwischen den Regionalexpresslinien besser aufeinander abgestimmt. Ohne lange Wartezeiten kann künftig beispielsweise aus Richtung Mainz in Richtung Koblenz und umgekehrt umgestiegen werden.
• Verbindungen aus Richtung Mainz/St. Wendel in Richtung Mannheim/Kaiserslautern sind über einen Umstieg jeweils in Neunkirchen und Homburg möglich.
• Das Angebot an Regionalbahnen wird erweitert und an das neue Regionalexpresskonzept angepasst. Künftig verkehren die Regionalbahnen zwischen Merzig und Homburg im Halbstundentakt.
• Die halbstündlich verkehrende Regionalbahn in Richtung St. Wendel wird künftig einmal stündlich über Türkismühle auf dem elektrifizierten Streckenabschnitt bis zum Fachhochschulstandort Neubrücke verlängert.
• Auf der Strecke Saarbrücken-Trier und Saarbrücken-Kaiserslautern sorgen Süwex und Regionalbahnen für zwei Direktverbindungen pro Stunde.
• In den Knotenpunkten Homburg, Neunkirchen, St. Wendel und Dillingen werden die gegenseitigen Anschlüsse zwischen Regionalexpress und Regionalbahn deutlich verbessert.
• Die Fahrpläne der RegioBus-Linien wurden an das neue Angebotskonzept der Schiene angepasst. Deutlich verbesserte Anschlüsse gibt es damit ab Fahrplanwechsel in Merzig bei der R1 (Merzig-Losheim-Wadern), in Dillingen bei der R5 (Dilligen-Lebach), in Neunkirchen bei der R6 (Neunkirchen-St. Ingbert) sowie in St. Wendel bei der R2 (St. Wendel-Wadern) und R4 (St. Wendel-Lebach).
• In Sachen Beratung und Fahrkartenverkauf gibt es für die Fahrgäste teils neu eingerichtete Reisezentren bzw. Verkaufsagenturen.
• In Völklingen wird ein Reisezentrum eröffnet und in St. Ingbert sowie in Mettlach werden im Laufe des ersten Betriebsjahres Video-Reisezentren eingerichtet.