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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Lückenschluss der A 8 wird jetzt konkret

Pressemitteilung vom 04.08.2014 - 11:45 Uhr
Der vierspurige Ausbau der A 8 bei Merzig ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre. Foto: © sp4764 - fotolia.com
Der vierspurige Ausbau der A 8 bei Merzig ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre. Foto: © sp4764 - fotolia.com

Die ersten Ausschreibungen für den Weiterbau der Autobahn A 8 bei Merzig werden schon in den nächsten Tagen veröffentlicht. Dies bestätigte Verkehrsministerin Anke Rehlinger. Die Texte seien bereits vorbereitet und könnten nach der Genehmigung des Neubauprojekts durch das Bundesverkehrsministerium nun herausgegeben werden. Die Angebote sollen bis Oktober vorliegen.
Die Maßnahme sei eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre. Mit dem vierspurigen Ausbau werde „ein Provisorium aus der Welt geschafft, das für viele Verkehrsteilnehmer ein ständiges Ärgernis war“, sagte die Ministerin. Das Millionenprojekt bedeute mehr Qualität für das saarländische Straßennetz insgesamt, nicht nur das westliche Saarland profitiere. Rehlinger: „Die A 8 bindet den Standort an die europäischen Wirtschaftszentren, insbesondere an den luxemburgisch-belgischen Industrieraum und die Nordseehäfen an. Daraus ergibt sich ihre besondere Bedeutung als Achse des internationalen Verkehrs.“ Sie ist Teil der Verbindung Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe – Saarbrücken – Luxemburg – Benelux. Unter der Bezeichnung E 29 ist diese ein wichtiger Baustein des europäischen Fernstraßennetzes.
Die Gesamtkosten sind mit 38 Millionen Euro eingeplant, der betroffene Streckenabschnitt zwischen den Merziger Stadtteilen Schwemlingen und Wellingen ist sechs Kilometer lang. Es geht um die Schaffung einer zweiten Richtungsfahrbahn, so dass inklusive Standstreifen insgesamt 12 Meter Breite erreicht werden. Die bereits bestehende Fahrbahn wird erneuert. Erschwert wird der Ausbau durch die Landschaftsform, denn mit der Talbrücke Weiler und der Kohlenbruch-Talbrücke sind zwei große Bauwerke betroffen, die ebenfalls erweitert werden müssen.
Zum Projekt gehört auch der Aus- und Umbau des Rastplatzes Weiler-Süd mit 22 Lkw- und 27 Pkw-Stellplätzen. Vorbereitende Arbeiten sollen schon im Herbst beginnen, die Neubaumaßnahme dann im Frühjahr endgültig anlaufen. Die Bauzeit werde rund drei Jahre betragen, rechnet der Landesbetrieb für Straßenbau, der für die Umsetzung verantwortlich zeichnet.