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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

DB-Regio-Pläne: Wirtschaftsministerin kritisiert Bahnmanagement

Pressemitteilung vom 28.03.2014 - 10:00 Uhr

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hat die Deutsche Bahn AG dazu aufgefordert, bei einer Zusammenlegung der DB-Regionalgesellschaften Südwest und Rhein-Neckar Funktionen und Arbeitsplätze ins Saarland zu verlagern.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger befürchtet die Verlagerung von Arbeitsplätzen bei einer Zusammenlegung der DB-Regionalgesellschaften Südwest und Rhein-Neckar. Foto: © petair - Fotolia.com
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger befürchtet die Verlagerung von Arbeitsplätzen bei einer Zusammenlegung der DB-Regionalgesellschaften Südwest und Rhein-Neckar. Foto: © petair - Fotolia.com

In einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bahn AG, Rüdiger Grube, zeigt sie sich verwundert über die Pläne der Bahn. Es sei beim Bahngipfel am 6. März die Erwartung geweckt worden, „dass in absehbarer Zeit die Leitung der DB Regio Südwest in ihrer bisher bestehenden Struktur neu besetzt werden würde“.
Bereits am 18. März seien die Belegschaften aber bereits über eine beschlossene organisatorische Zusammenführung der Regionen Rhein-Neckar und Südwest ab dem kommenden Jahr informiert worden. Rehlinger: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass innerhalb von wenigen Tagen nach dem Bahngipfel eine für den Bestand der Regio Südwest einschneidende Organisationsentscheidung verkündet wird, die Sie der saarländischen Landesregierung weder beim Bahngipfel zumindest vertraulich noch zeitgleich mit Ihrer Mitarbeiterinformation mitgeteilt haben.“ Dieses Vorgehen bedeute einen Vertrauensverlust, insbesondere vor dem Hintergrund der beim Bahngipfel gemeinsam vereinbarten und vom Land mitfinanzierten Maßnahmen zur Stärkung des DB-Standortes Saarland.
Nachdem bereits im letzten Jahr durch die Neuorganisation der Busgesellschaften der DB Regio Südwest und die Einrichtung einer gemeinsamen Regionalleitung in Mainz Funktionen und Personal aus dem Saarland abgezogen worden seien, lasse das jetzige Vorgehen „eine erhebliche Verlagerung von Arbeitsplätzen im Overhead befürchten“, schreibt die Ministerin.