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Verkehr
 

Saarland beschließt weitere Planungsschritte für die Bahnstrecke nach Zweibrücken

14.02.2017
Die Eisenbahnstrecke Homburg – Zweibrücken ist 11,2 km lang. Zu reaktivieren sind 7,5 km, die ausschließlich im Saarland im Abschnitt Homburg – Einöd liegen. Foto: © TTStudio, Fotolia.
Die Eisenbahnstrecke Homburg – Zweibrücken ist 11,2 km lang. Zu reaktivieren sind 7,5 km, die ausschließlich im Saarland im Abschnitt Homburg – Einöd liegen. Foto: © TTStudio, Fotolia.

Der saarländische Ministerrat hat weiteren Planungen zur Reaktivierung der Schienenstrecke Homburg – Zweibrücken zugestimmt. Das hat Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger am Dienstag, 14. Februar, nach der Kabinettsitzung in Saarbrücken mitgeteilt.

„Die Vorentwurfsplanung für das Projekt ist bereits weitgehend abgeschlossen. Jetzt können wir gemeinsam mit Rheinland-Pfalz in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einsteigen. So wird weitere Kostenklarheit geschaffen“, sagte die Ministerin. Der Ministerrat habe ihren Bericht über den Stand der Verhandlungen zur Kostenaufteilung zwischen beiden Ländern zustimmend zur Kenntnis genommen.

Auf der Grundlage von Absprachen, die von der saarländischen Ministerin mit ihrem rheinland-pfälzischen Amtskollegen Volker Wissing vor Weihnachten ausgehandelt worden waren, hatte das Kabinett in Mainz im Januar beschlossen, neben dem eigenen Anteil die Hälfte der Planungs- und Baukosten sowie zeitlich begrenzt der Betriebskosten des Saarlandes zu übernehmen. Rehlinger: „Der Hintergrund dafür ist, dass Rheinland-Pfalz zwar den kleinere Streckenanteil, aber durch eine verbesserte Anbindung an die Fernverkehrsschiene Saarbrücken – Mannheim nachweislich den größeren Nutzen hat.“

Vorteile für das Saarland ergeben sich unter anderem aus der Stärkung des Bahnhofs Homburg und neuen Chancen zur Vermarktung der Biosphärenregion und für den Fahrradtourismus im Bliestal.

Die Eisenbahnstrecke Homburg – Zweibrücken ist 11,2 km lang. Zu reaktivieren sind 7,5 km, die ausschließlich im Saarland im Abschnitt Homburg – Einöd liegen. Für die Reaktivierung wurde im Rahmen einer durch die DB Netz AG erstellten Vorentwurfsplanung ein Investitionsbedarf (Preisstand von 2012) von 25 Mio. Euro ermittelt. Die auf das Saarland entfallenden Betriebskosten für 20 Jahre wurden auf 10 Mio. Euro beziffert (ebenfalls Preisstand von 2012).

Das Saarland knüpft die komplette Realisierung des Projekts an Bedingungen. Dazu gehört, dass das Gesamtprojekt vom Bund im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert wird. Der Nutzen-Kosten-Faktor für das Projekt muss dafür nach Entwurfs- und Genehmigungsplanung vor Baubeginn einen Wert von mindestens 1,0 aufweisen. Ansonsten sei eine Reaktivierung aus haushaltsrechtlichen und finanziellen Gründen nicht möglich.