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Verkehr
 

Grenzüberschreitendes Testfeld bringt neuen Schub für den Automobilstandort Saarland

09.02.2017

Anlässlich der heute unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen Frankreich und Deutschland erwartet die saarländische Wirtschafts- und Verkehrsministerin Anke Rehlinger einen kräftigen Schub für das Saarland bei der Erforschung des autonomen und vernetzten Fahrens. „Unser Beharren hat sich am Ende gelohnt“, hebt Ministerin Rehlinger hervor. Es zeige, dass man frühzeitig auf die richtige Strategie gesetzt habe und über Monate am Ball geblieben sei. Der entscheidende Termin fand erst Ende November 2016 in Paris statt. Vertreter des Wirtschaftsministeriums waren eigens angereist, um das Treffen zwischen Deutschland und Frankreich zu unterstützen. „Wir haben am Ende mit unserer Fachkompetenz gepunktet“, sagt die Verkehrsministerin.

Die Errichtung eines grenzüberschreitenden Testfeldes zur Erforschung des autonomen und vernetzten Fahrens steht im engen Zusammenhang mit den industriepolitischen Leitlinien von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Darin beschreibt sie ihr Ziel, das regionale Know-how auf der Seite der Wissenschaft und auf der Seite der Zuliefererindustrie zusammenzuführen. „Wenn wir unsere Stärken bündeln, werden wir als Standort wahrgenommen werden, der wesentliche Komponenten für neue Fahrzeuggenerationen bauen kann. Mit der Teststrecke ergeben sich jetzt ganz neue Möglichkeiten für die Automobilindustrie “, so die Ministerin.

Erfreut zeigt sich Wirtschafts- und Verkehrsministerin Rehlinger über die weitere Entwicklung von Merzig. Dass jetzt auch sehr gute Aussicht bestünde, das bereits bestehende Testfeld in Merzig in das grenzüberschreitende Forschungsprojekt zu integrieren, wertet sie als großen Erfolg für den Forschungsstandort Saarland. Es könne sich jetzt zu einem zentralen Knotenpunkt auf den Gesamtstreckenverlauf von Merzig über Saarlouis und Saarbrücken bis nach Metz entwickeln. Die Idee des ursprünglichen Testfeldes in Merzig geht auf ein Treffen zwischen Wirtschaftsministerium und Prof. Dr. Wieker von der Hochschule für Technik aus 2013 zurück. Er war damals auf der Suche nach einem starken Partner für sein Forschungsprojekt. „Nach ersten Gesprächen entschieden wir damals ganz pragmatisch, was geht und wie wir der Hochschule für Technik kurzfristig helfen können“ , führt Wirtschafts- und Verkehrsministerin Rehlinger an. In den kommenden Wochen gehe es jetzt darum, in die Detailabstimmung zwischen Land und Bund zu gehen.

Aktuell hat die htw einen Projektantrag beim Bund über ein Forschungsprogramm in Höhe von 4,5 Mio. Euro eingereicht, welches zum Inhalt die Ausweitung des Testfeldes Merzig auf Bundesstraßen und Bundesautobahnen hat. Ebenso besteht die Möglichkeit die grenzüberschreitenden Fahrsituationen in Richtung Luxemburg zu untersuchen. Ministerin Rehlinger: „Ich unterstütze auch dieses Projekt aktiv und wünsche dem Team der htw saar viel Glück bei der Zuschlagserteilung.“