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Verkehr
 

ÖPNV: Millionen für mehr Kundenfreundlichkeit

27.12.2016
Der zentrale Omnibusbahnhof in Püttlingen: An den gut zugänglichen Haltestellen werden Niederflurbusse und Fahrgastinformationssysteme eingesetzt. Foto: © Stadt Püttlingen
Der zentrale Omnibusbahnhof in Püttlingen: An den gut zugänglichen Haltestellen werden Niederflurbusse und Fahrgastinformationssysteme eingesetzt. Foto: © Stadt Püttlingen

Für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen stehen auch im Jahr 2017 Millionenbeträge des Landes zur Verfügung. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger appelliert an die saarländischen Städte und Gemeinden, von dem Sonderprogramm Gebrauch zu machen: „Aus den meisten Kommunen und Landkreisen liegen uns schon Anträge vor, es wäre aber gut, wenn die anderen noch dazu kommen. Mein Ziel ist es, im Sinn der UN-Behindertenrechtskonvention im Saarland eine möglichst weitgehende Ausstattung mit barrierefreier Infrastruktur zu erreichen.“

Im auslaufenden Jahr habe es 57 Projektanträge für 91 Haltestellen gegeben. Rehlinger: „Es ist ein Zuschuss von 90 Prozent der relevanten Kosten möglich, das soll auch die Gemeinden motivieren, die wenig Spielraum für die Kofinanzierung haben.“

Die bisher für 2017 gemeldeten 84 Projekte haben ein voraussichtliches Investitionsvolumen von 14 Mio. Euro. Darüber hinaus werden Projektanmeldungen privater wie öffentlicher Verkehrsunternehmen zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNV erwartet. Dabei geht es um Fahrgastinformationssysteme, Fahrgastmanagement und Bezahlsysteme. Dies werde das Investitionsvolumen zu Gunsten des ÖPNV zusätzlich erhöhen und bringe die Kundenfreundlichkeit weiter voran, so die Ministerin.

Das Ministerium schüttete 2016 für Neu- und Umbauprojekte rund 5,6 Mio. Euro aus. Es wurden beispielsweise auch Umsteigeparkplätze und Fahrradabstellanlagen unterstützt. Von 13 privaten und vier öffentlichen Verkehrsunternehmen wurden im Übrigen Förderanträge zu Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr gestellt. Private Verkehrsunternehmen erhielten dafür 286.000 Euro, die öffentlichen rund 1,9 Mio. Euro.

Im neuen Jahr stehen fast 18 Mio. Euro an Haushaltsmitteln zur Förderung kommunaler und unternehmerischer Verkehrsprojekte zur Verfügung.