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60 Jahre Saarland
 

Exklusive Bürgerreise auf den Spuren der Geschichte nach Bonn

Das Saarland wurde mit dem „Saarvertrag“ von 1956 zehntes Bundesland (Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik zur Regelung der Saarfrage). Aus diesem Anlass führte die erste Jubiläumsaktion nach Bonn: eine Busreise am 28./29. Oktober 2016 mit spannenden Zwischenstationen und einem exklusiven Programm über zwei Tage.

Auf der Busreise sind symbolisch und historisch relevante Stationen eingeplant, die maßgeblich zur Identität des Saarlandes beigetragen haben. Nach dem Start an der Congresshalle in Saarbrücken waren die Stationen zum Beispiel das Weltkulturerbe Völklinger Hütte oder eine Schiffsfahrt der Mosel von Schengen nach Remich. In Bonn wurde das alte Regierungsviertel mit altem Abgeordnetenhaus sowie das Haus der Geschichte besucht. An allen Stationen erwartete die Teilnehmer ein besonderes Programm.

Bürger konnten sich für diese exklusive Fahrt in einer Mitmachaktion bewerben, indem Sie ihre persönliche Geschichte, was sie mit der Geschichte des Saarlandes verbindet, mitteilten. Einsendeschluss war der 5. Oktober 2016. Alle eingegangenen Bewerbungen wurden von einer Jury bewertet. Die Jury bestand aus Vertretern des Saarländischen Rundfunks, des Wochenspiegels und der Staatskanzlei.

Foto-Impressionen und Video-Rückblick von der Fahrt:


Das ehemalige Regierungsviertel mit dem "Langen Eugen"
Das ehemalige Regierungsviertel mit dem "Langen Eugen"
Mit einem spannenden Einblick in den „Saarvertrag" endete die Reise in Bonn.
Mit einem spannenden Einblick in den „Saarvertrag" endete die Reise in Bonn.

Start der Bürgerreise nach Bonn an der Congresshalle Saarbrücken

Congresshalle Saarbrücken

(Foto: © CCS)

Erste Station war die Congresshalle in Saarbrücken, die im Jahr 2017 ihren 50. Geburtstag feiert. Rund 40 Teilnehmer verfolgten einen spannenden Vortrag eines Zeitzeugen, dem früheren technischen Leiter der Halle, Dietmar Blaes. Er führte durch die Geschichte seit der Entstehung der Congresshalle auf der Hafeninsel. Eingeweiht wurde die Congresshalle am 30. Januar 1967 durch den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger.

Hintergrundinformationen:

Nach dem Wiederanschluss des Saarlandes als 10. deutsches Bundesland an die Bundesrepublik Deutschland teilte der damalige Kanzler Dr. Konrad Adenauer in der Feierstunde mit, dass die Bundesregierung beschlossen habe „zur Erinnerung an den heutigen Tag Ihnen die Mittel für die Errichtung eines Hauses zur Verfügung zustellen, das der Mittelpunkt aller kulturellen Bestrebungen Ihres Landes werden soll."

Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und Ministerpräsident Franz Josef Röder nahmen bei der Einweihung der Congresshalle im Januar 1967 teil.

Heute ist die Congresshalle gemeinsam mit der Saarlandhalle Flaggschiff im Saarland was Events, Konzerte, Shows Tagungen und Kongresse, Sportereignisse und gesellschaftliche Veranstaltungen angeht. Pro Jahr finden hier rund 500 Veranstaltungen statt.


Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

(Foto: © Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Franz Mörscher)

Hier erwartete die Teilnehmer eine spannende und exklusive Führung durch die Völklinger Hütte von Kunsthistoriker Hendrik Kersten. 

Hintergrundinformationen:

Die Völklinger Hütte ist ein 1873 gegründetes ehemaliges Eisenwerk in der saarländischen Stadt Völklingen. Es wurde 1986 stillgelegt.
1994 erhob die UNESCO die Roheisenerzeugung der Völklinger Hütte als Industriedenkmal in den Rang eines Weltkulturerbes der Menschheit. 2007 wurde sie für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert. Sie ist ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention.
Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist heute ein wichtiger Standort der Industriekultur in Europa und Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH).
Seit Mitte der 1990er Jahre finden auf dem Gelände des Weltkulturerbes Völklinger Hütte Kulturveranstaltungen statt. Das Spektrum reicht vom Open-Air-Rockkonzert über Kammermusik bis hin zu Ausstellungen über Mensch, Natur und Technik.
(Quelle: Wikipedia)


Schengen

Schengen

Dritte Station war Schengen mit Schiffsfahrt nach Remich. Klasse Führung des ehemaligen Bürgermeisters, Roger Weber, durch Schengen. Die Bürgerdelegation brachte ein Schloss mit der Aufschrift "60 Jahre Saarland" an den Schlossbaum an der Mosel an - als Zeichen für ein grenzenloses Europa.

Foto: Drei Stahlstelen mit jeweils einem Stern symbolisieren die ersten Unterzeichnerstaaten des Schengener Abkommens Frankreich, Deutschland und die Benelux-Staaten, die hier  im Dreiländereck aufeinander treffen.


Bonn

Ehemaliges Regierungsviertel in Bonn

Am Samstag besuchte die Bürgerdelegation aus dem Saarland das alte Regierungsviertel in Bonn und erhielt eine Führung durch den ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Ein Besuch des Hauses der Geschichte inkl. Führung durch die Dauerausstellung folgten. Die Bürgerdelegation konnte im Haus der Geschichte per Live-Schalte mit Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer sprechen und von ihren Eindrücken berichten. Hierzu konnten sie auf den dort installierten früheren Sitzen der Bundestagsabgeordneten u.a. von 1957 Platz nehmen. Auf diesen Stühlen saßen auch die ersten saarländischen Bundesabgeordneten im Jahr 1957.

Mit einem spannenden Einblick in den „Saarvertrag" endete die Reise in Bonn.

Im Vertrag von Luxemburg (auch Saarvertrag genannt; eigentlich: Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik zur Regelung der Saarfrage), einigten sich der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Ministerpräsident Guy Mollet.

Weitere Hintergrundinformationen:

Nachkriegsdeutschland wurde von Bonn am Rhein aus regiert. Hier hatte Bundeskanzler Konrad Adenauer, der 1956 über die Zukunft des Saarlandes Verhandlungen führte, seinen Amtssitz. Bis zum Umzug nach Berlin 1999 waren das Parlament und die Regierung hier ansässig.

Der Plenarsaal, direkt am Rhein gelegen, ist ein außergewöhnlicher Veranstaltungsort: Er ist eines der schönsten Parlamentsgebäude der Welt und gehört zum World Conference Center Bonn (WCCB). Dort tagten die Bundestagsabgeordneten von 1992 bis 1999. Seit 1999 wird das Gebäude als Kongresszentrum genutzt

Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland an der Museumsmeile in Bonn ist ein Museum zur deutschen Zeitgschichte seit 1945.In allen Ausstellungen der Stiftung Haus der Geschichte wird Zeitgeschichte anschaulich und erlebnisorientiert präsentiert. Zahlreiche Exponate, Dokumente, Fotos und Filme wecken Erinnerungen und veranschaulichen historische und politische Zusammenhänge. Konkret und aktualisiert präsentiert die neue Dauerausstellung im Haus der Geschichte die jüngste Vergangenheit Deutschlands vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart. Auf 4.000 qm veranschaulichen mehr als 7.000 Ausstellungsstücke und 150 Medienstationen deutsche Zeitgeschichte im internationalen Kontext. Lebendige Inszenierungen und Zeitzeugeninterviews begleiten den Besucher durch die Ausstellung.



Historische Fotos zu den Stationen der Bürgerreise nach Bonn