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Regionspräsident Philippe Richert und Vizepräsident Jean-Luc Bohl zu Antrittsbesuch im Saarland.

Pressemitteilung vom 20.09.2016 - 16:45 Uhr

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: Gründung der Region Grand-Est als Chance für neuen Schub auf interregionaler und deutsch-französischer Ebene nutzen.

v.l.n.r.: Jean-Luc Bohl; Philippe Richert, Annegret Kramp-Karrenbauer,Stephan Toscani
v.l.n.r.: Jean-Luc Bohl; Philippe Richert, Annegret Kramp-Karrenbauer,Stephan Toscani

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Europaminister Stephan Toscani empfingen den Präsidenten der neuen französischen Region Grand Est, Philippe Richert, und den ersten Vizepräsidenten, Jean-Luc Bohl, am Dienstag (20.9.2016) in der Staatskanzlei. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Zukunft der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vor dem Hintergrund der Fusion der ehemals drei Regionen Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne zur Region Grand Est.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: „Mit der Territorialreform und der neuen Nachbarregion Grand Est bietet sich die Möglichkeit, die deutsch-französische Zusammenarbeit erstmals in einer einzigen Grenzregion zu bündeln. Philippe Richert und ich sind uns einig, dass unsere Grenzregion dadurch noch mehr Initiativen für die deutsch-französische Zusammenarbeit auf nationaler Ebene erfolgreich einbringen kann. Denn hier wird Europa gelebt und bietet den Bürgern konkreten Mehrwert. Wir wollen die Chancen der grenzüberschreitenden Berufsausbildung, des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes und der Mehrsprachigkeit noch gezielter nutzen und verfügen dazu über belastbare Erfahrungen, Instrumente und Vereinbarungen. Ich freue mich, dass wir dieses einzigartige Wissen über Kooperationen und die Erfolge gemeinsam in Paris, Brüssel und Berlin präsentieren. In Brüssel nutzen wir bereits auf EU-Ebene die Synergien von Grand-Est und dem Saarland in einer Bürogemeinschaft."

Damit auch die deutsche Seite gegenüber der Region Grand Est mit einer Stimme spricht, hat die saarländische Ministerpräsidentin ihre Amtskollegin Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und ihren Amtskollegen Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg) zu einem politischen Koordinierungs- und Ländertreffen eingeladen.

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer: „Ich habe auch Philippe Richert zu einer gemeinsamen Sitzung mit dem saarländischen Ministerrat eingeladen. Die bewährte Tradition der Kabinettsitzungen zu interregionalen Themen der Zusammenarbeit pflegt das Saarland bereits seit Jahren mit seinen Nachbarregierungen in Luxemburg, Rheinland-Pfalz und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens."

Die Ministerpräsidentin des Saarlandes und ehemalige Bevollmächtigte der deutschen Länder für die deutsch-französisch kulturelle Zusammenarbeit unterstützt das Bestreben der französischen Regionen, mehr Experimentierrechte zu erhalten, um regionale und grenzüberschreitende Problemstellungen besser und kompetenter in Angriff nehmen zu können. Diese Forderung nach mehr dezentraler Kompetenz der Regionen vertritt Philippe Richert als Präsident der Vereinigung der Regionen Frankreichs.

Regionspräsident Phillipe Richert: „Die gesamte deutsch-französische Grenze verläuft in der Region Grand Est und ich bin überzeugt, dass das für unsere Teilräume und unsere Bürger eine großartige Chance darstellt. Unsere Kompetenzen, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Ausbildung und Verkehr, die weiterhin ausgebaut werden, ermöglichen uns, auf beiden Seiten der Grenze gemeinsam etwas für unsere Regionen zu tun."

Zur Sprache kamen auch Fragestellungen, die bereits in der Vergangenheit Gegenstand gemeinsamer Beratungen waren, wie beispielsweise die Entwicklung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs und der Bedienung der TGV-Strecke über Saarbrücken nach Paris und Frankfurt sowie die grenzüberschreitende Sicherheitszusammenarbeit in dieser europäischen Kernregion.

Finanz- und Europaminister Stephan Toscani: „Die Chance der Territorialreform in Frankreich besteht auch darin, die Erfahrungen der Region Grand Est sowohl aus der Oberrhein-Konferenz als auch aus dem Gipfel der Großregion SaarLorLux einzubringen. So können wir das Beste der beiden Systeme nutzten. Dabei ist uns die weitere Verzahnung der Strategien unserer beiden Regionen, insbesondere der Frankreichstrategie des Saarlandes, wichtig, die über die praktizierte Mehrsprachigkeit und die Wirtschaftskooperation angetrieben wird. Hier ergänzen sich die Potenziale unserer Wirtschaftscluster im Saarland ausgezeichnet mit denen der Region Grand Est, im Bereich der Automobil-Industrie, von Industrie 4.0 und IT-Forschung sowie der silver economy."

 

 

 

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