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Energie
 

Energieminister für fairen Wettbewerb bei der Windkraft

21.05.2015
Anke Rehlinger setzt sich für ein faires Vergütungssystem beim Ausbau der Windenergie ein. Foto: © f9photos - fotolia.com
Anke Rehlinger setzt sich für ein faires Vergütungssystem beim Ausbau der Windenergie ein. Foto: © f9photos - fotolia.com

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger setzt sich für faire Bedingungen beim weiteren Windkraftausbau ein. Wenn ab 2017 die Förderung erneuerbarer Energien über Ausschreibungen im freien Wettbewerb geregelt werde, dürfe es nicht zu einer Bevorzugung starker Standorte kommen. „Wir brauchen ein Vergütungssystem, das den Ausbau der Windenergie flächendeckend in ganz Deutschland ermöglicht“, so die Ministerin. Diese Forderung werde sie in die anstehenden Verhandlungen auf Bundesebene über die neuerliche Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes einbringen.

Sie steht damit nicht allein. Aus Sorge vor ungleichen Wettbewerbsbedingungen haben die Energie- und Klimaschutzminister von sechs Bundesländern dazu ein parteiübergreifendes gemeinsames Positionspapier verfasst. Darin bekräftigen sie, dass Windkraftanlagen in ganz Deutschland notwendig sind, um die Energiewende zum Erfolg zu bringen und die Klimaschutzziele zu erreichen. Der regionale Stromverbrauch dürfe nicht nur durch Import gedeckt werden, vielmehr müsse dem regionalen Verbrauch auch eine regionale Stromerzeugung gegenübergestellt werden.

„Ein ausgewogener Ausbau der Windenergie erlaubt einen effizienteren Netzausbau, er sorgt für eine über das Bundesgebiet verteilte Wertschöpfung sowie gerechtere Lastenteilung, und er leistet einen Beitrag zur Versorgungssicherheit, weil die meteorologische Abhängigkeit der Windstromerzeugung breiter gestreut wird“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der sechs Minister.

Um den flächendeckenden Ausbau der Windkraft zu gewährleisten schlagen sie vor, die Vergütungssystematik des EEG im Rahmen eines reformierten Referenzertragsmodells anzupassen. Eine Möglichkeit hierfür wäre, die Grundvergütung im EEG zu senken und windstarken Standorten, die Anfangsvergütung für eingespeisten Strom über eine kürzere Dauer als bisher zu bezahlen. Auf diese Weise könnte es gelingen, den Wettbewerbsnachteil weniger windhöffiger Gebiete im Bietprozess um die Höhe der Anfangsvergütung teilweise auszugleichen. Für starke Standorte würden sich im Gegenzug schneller als im derzeitigen EEG Chancen aus der Vermarktung des erzeugten Stroms an der Strombörse ergeben.

Darüber hinaus plädieren sie für die Verankerung einer regionalen Komponente im Ausschreibungsverfahren. Im Kern geht es darum, Deutschland in zwei Windregionen zu teilen, eine im Norden und eine im mittleren und südlichen Teil Deutschlands. Beide Regionen sollen einen garantierten Anspruch auf 40 Prozent der Zuschläge erhalten. Die restlichen 20 Prozent sollen im freien Wettbewerb bleiben.

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